Offene Zahlungen? „Situation außergewöhnlich“: Russland stoppt Stromlieferungen nach Finnland

Ein Zug fährt am 07.01.2017 auf verschneiten Gleisen des Rangierbahnhofes in Helskinki, Finnland.

Russland stellt inmitten der Spannungen wegen eines möglichen Nato-Beitritts Finnlands seine Stromlieferungen in das Nachbarland ab Samstag, 14. Mai 2022, ein. Das Symbolfoto vom 07.01.2017 zeigt Schneefälle, die den Bahnverkehr in Finnland behinderten.

Russland stoppt seine Stromlieferungen nach Finnland. Offizieller Grund: ausstehende Zahlungen.

Das Timing ist auffällig: Russland beendet ab Samstag, 14. Mai 2022, seine Stromlieferungen nach Finnland. Rechnungen sollen nicht beglichen worden sein.

Inmitten der Spannungen wegen eines möglichen Nato-Beitritts Finnlands stellt Russland also seine Stromlieferungen in das Nachbarland ab.

Das teilte das Energieunternehmen RAO Nordic Oy am Freitag mit. Das in Helsinki ansässige Tochterunternehmen des russischen Konzerns InterRAO erklärte, es habe für im Mai verkaufte Strommengen noch keine Zahlung erhalten.

Es könne die Rechnungen für die Stromimporte nicht begleichen.

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„Diese Situation ist außergewöhnlich und zum ersten Mal in unserer über zwanzigjährigen Handelsgeschichte eingetreten“, erklärte das Unternehmen weiter. Es hoffe, dass sich die Lage „bald“ bessere und der Handel wieder aufgenommen werden könne.

Russland stellt Stromlieferungen nach Finnland ein

Die finnische Staatsspitze hatte am Donnerstag erklärt, Finnland solle angesichts des russischen Militäreinsatzes in der Ukraine „unverzüglich“ einen Antrag auf Beitritt zur Nato stellen. Nach Jahrzehnten der militärischen Bündnisneutralität ist dies für Helsinki ein grundsätzlicher verteidigungspolitischer Richtungswechsel.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte daraufhin, Russland würde eine finnische Mitgliedschaft in dem westlichen Militärbündnis „definitiv“ als Bedrohung ansehen. Das russische Außenministerium erklärte, Moskau sehe sich gezwungen, darauf „militärisch-technisch und auf andere Weise“ zu reagieren. (afp)

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