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Zwei Länder weigern sich BMW-Logo sorgt für Wirbel – so reagiert das Unternehmen

BMW_zentrale_logo

Während des „Pride Month“ erstrahlt das BMW-Logo auf Twitter, Facebook und Instagram in den Regenbogenfarben. Unser Foto zeigt die Konzernzentrale in München mit dem klassischen Logo.

Köln – Der Juni gilt in den USA als sogenannter „Pride Month“. In dieser Zeit feiern Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle den offenen Umgang mit ihrer sexuellen Identität und werben für mehr Toleranz. Zahlreiche internationale Firmen beteiligen sich – wie beispielsweise BMW. Und genau deren Aktion sorgt jetzt für Verwirrung.

  • „Pride Month“ im Juni
  • BMW-Logo in den Regenbogenfarben
  • Saudi-Arabien und Russland weigern sich

BMW tauschte für den „Pride Month“ das Twitter-, Facebook- und Instagram-Logo. Das klassische Blau-Weiß blieb erhalten – der Ring wurde durch Farben der Regenbogenflagge ersetzt. Ähnlich machten es viele andere Großkonzerne.

BMW-Logo zum „Pride Month“ in Regenbogenfarben

Das Problem: Nicht alle BMW-Standorte beteiligen sich an dem Logo-Tausch. Unter anderem weigern sich Saudi-Arabien und Russland.

Ist die Logo-Aktion also wirklich Solidarität mit den entsprechenden Gruppen oder doch nur Imagepflege seitens des Unternehmens?

Auch Twitter-Nutzer, Journalist und Politiker Phil Hackemann fiel das auf – er kommentiert das mit „Doppelmoral“. Zudem kritisiert Hackemann weitere Unternehmen, die ähnlich vorgehen. Beispielsweise Mercedes, Bethesda, Cisco oder Lenovo.

Bisher hatte sich BWM zu den Vorwürfen nicht geäußert. EXPRESS fragte bei dem deutschen Autobauer nach: Wie kommt es, dass die BMW-Standorte in Saudi-Arabien und Russland querschießen und sich nicht an der „Pride Month“-Aktion beteiligen?

So erklärt BMW das Querschießen von Saudi-Arabien und Russland

Eine Unternehmenssprecherin erklärt uns gegenüber: „Die Schaffung eines Bewusstseins für Respekt, Gleichheit und für die Bedeutung von Vielfalt gehört zu unseren Grundwerten. Im Hinblick auf den 'Pride Month' hat die BMW Group beschlossen, eine klare Haltung zu zeigen und das Logo ihrer internationalen Kommunikations- und Marketingkanäle (im Namen aller Märkte und Marken der BMW Group) bis Ende Juni zu ändern.“

Eigentlich eine klare Ansage – doch: „Wie bei solchen Kommunikations- und Marketingaktivitäten auch üblich, liegt es jedoch im Ermessen unserer Vertriebsgesellschaften und freien Importeure selbst zu entscheiden, ob sie sich zentral initiierten Kommunikations- und Marketingkampagnen anschließen oder nicht“, so die BMW-Sprecherin.

„Das ist eine Abwägung und geübte Praxis bei der BMW Group, bei der auch marktspezifische gesetzliche Regelungen und landesspezifische kulturelle Aspekte eine Rolle spielen“, versucht BMW die Sonderrolle von Saudi-Arabien und Russland zu erklären.

Tatsächlich gibt es Länder, in denen das Zeigen von Symbolen, wie die Regenbogenflagge als Zeichen der Homosexualität, verboten ist.

Twitter-Nutzer empört: „Denen geht es doch nur um das Geschäft“

Und wie reagieren die Nutzer auf den Tweet von Phil Hackemann?

Viele sind der Meinung, dass die genannten Großkonzerne mehr tun sollten, um auf Gleichheit und Homosexualität hinzuweisen. „Auf so billige Anbiederungsversuche von Unternehmen reagiert die Community doch schon lange nicht mehr. Einmal im Jahr irgendwo Regenbogenfarben platzieren reicht nicht. Wie wäre es mal mit Führungskräften aus der Community, auch in Saudi Arabien?“, schreibt ein Kommentator.

Ein anderer User kommentiert: „Denen geht es doch nur um das Geschäft. Nicht um die Sache. Wenn sich in der westlichen Welt mit Homophobie mehr Geld machen ließe, dann würden sie das nach außen signalisieren. Es ist nur eine rationale, wirtschaftliche Entscheidung, hier Pride zu feiern und 'dort' nicht.“