Postbank-Kunden droht Ärger: Verdi kündigt Streiks an.
„Ein Schlag ins Gesicht“Verdi droht Postbank mit Streiks – Kunden müssen zittern

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Die Postbank gehört zur Deutschen Bank, derzeit laufen Tarifgespräche für rund 9.000 Postbank-Beschäftigte (Archivbild)
Die Tarifgespräche für die ungefähr 9.000 Angestellten der Postbank sind vorerst gescheitert. Nun droht die Gewerkschaft Verdi mit Arbeitsniederlegungen. Beim Auftakt der Verhandlungen in Düsseldorf lehnte die Unternehmensseite die Wünsche von Verdi ab und präsentierte eine eigene Offerte, die von der Gewerkschaft aber als völlig ungenügend bezeichnet wurde. Die Kritik richtet sich direkt an die Deutsche Bank, den Mutterkonzern der Postbank.
„Der Unmut der Postbankbeschäftigten ist groß“, ließ Verdi verlauten. Die Arbeitslast sei über Jahre enorm hoch gewesen, das aktuelle Angebot sei daher „ein Schlag ins Gesicht“. Jan Duscheck, der Verhandlungsführer für Verdi, machte eine klare Ansage: „Wir gehen davon aus, dass es in den kommenden Wochen zu ersten Warnstreiks kommen wird.“
Angebot der Deutschen Bank sorgt für Wut
Die Offerte des Geldhauses, über die auch die dpa berichtet, beinhaltet eine Lohnerhöhung von zwei Prozent ab September, allerdings erst nach fünf Monaten ohne jegliche Anpassung. Weitere zwei Prozent sollen dann im September 2025 folgen. „Die Deutsche Bank hat gerade erst ein Rekordergebnis verkündet; da ist es jetzt völlig unverständlich, dass sie ein Gehaltsangebot macht, das nicht einmal ansatzweise die Inflation ausgleicht“, schimpfte Duscheck.
Die Gewerkschaft verlangt im Gegenzug eine Anhebung der Gehälter um acht Prozent, aber wenigstens 300 Euro monatlich mehr für die Angestellten.
Unsicherheit wegen Filialschließungen
Doch es geht nicht nur ums Geld. Laut Verdi sorgen die Eingliederung der Postbank in die Strukturen der Deutschen Bank, angekündigte Schließungen von Filialen und andere organisatorische Umbauten für Verunsicherung unter den Mitarbeitenden. Sie fordern Perspektiven und Planungssicherheit.
Bereits 2024 gab es einen heftigen Tarifstreit bei der Postbank, der erst nach fünf zähen Runden beendet werden konnte. Die damaligen Arbeitsniederlegungen führten immer wieder zu spürbaren Problemen im Service für die Kundschaft. Der nächste Termin für Gespräche ist für den 18. Mai in Frankfurt festgesetzt. (red)
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