Korvette vor Ostsee-Insel Russisches Kriegsschiff dringt in dänische Gewässer ein

Nahe der Ostseeinsel Bornholm ist in der Nacht zu Freitag ein russisches Kriegsschiff in dänische Gewässer eingedrungen. Erst Anfang Juni war ein russisches Kriegsschiff während eines Nato-Manövers in der Ostsee aufgetaucht. Das Foto zeigt das Kriegsschiff, das am 6. Juni die deutsche Fregatte Sachsen passiert.

Nahe der Ostseeinsel Bornholm ist in der Nacht zu Freitag ein russisches Kriegsschiff in dänische Gewässer eingedrungen. Erst Anfang Juni war ein russisches Kriegsschiff während eines Nato-Manövers in der Ostsee aufgetaucht. Das Foto zeigt das Kriegsschiff, das am 6. Juni die deutsche Fregatte Sachsen passiert.

Eine erneute Provokation? Nahe der Ostseeinsel Bornholm ist in der Nacht zu Freitag ein russisches Kriegsschiff in dänische Gewässer eingedrungen.

Ein russisches Kriegsschiff ist in der Nähe der Ostsee-Insel Bornholm in dänische Gewässer eingedrungen. Die Korvette sei in der Nacht zum Freitag nördlich der Insel Christiansø bei Bornholm gleich zweimal in Hoheitsgewässer des Landes hineingefahren, teilte das dänische Verteidigungskommando mit.

Nach einem Funkspruch der dänischen Marine habe das Schiff das Gebiet direkt wieder verlassen.

Außenminister Jeppe Kofod bestellte wegen des Vorfalls den russischen Botschafter ein. Es handle sich um eine zutiefst verantwortungslose und völlig inakzeptable Provokation während des Folkemødets, erklärte Kofod auf Twitter mit Verweis auf eine jährlich abgehaltene politische Veranstaltung, die gerade wieder auf Bornholm stattfindet. „Rüpelmethoden funktionieren nicht gegen Dänemark“, schrieb er dazu.

Ostsee: Vorgezogenes russisches Manöver sorgte für Irritation

Auf Bornholm findet zurzeit ein Demokratie-Festival statt, das jedes Jahr ausgerichtet wird. An dem Festival hat auch Ministerpräsidentin Mette Frederiksen teilgenommen. Von der russischen Botschaft in Dänemark lag zunächst keine Stellungnahme vor.

Erst Anfang Juni sorgte das Auftauchen der russischen Baltischen Flotte für Irritation, die während des „Baltops“-See-Manövers in der Ostsee, bei der Finnland und Schweden teilgenommen haben, auftauchte. Es handle sich um ein vorgezogenes russisches Manöver, hieß es damals seitens des Kremls. (dpa/mg)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.