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Nato mit beispielloser Militär-Aktion Da drehen selbst russische Kriegsschiffe um

Minenstreitkräfte der Nato vor Geiranger: Sie bereiten sich auf Übung „Cold Response 22“ vor, die bis zum 1. April dauern soll. Ein klares Signal in Richtung Putin.

Minenstreitkräfte der Nato vor Geiranger (Norwegen): Sie bereiten sich auf die Übung „Cold Response 22“ vor, die bis zum 1. April dauern soll. Ein klares Signal in Richtung Putin.

Seit Kriegsbeginn in der Ukraine lässt auch die Nato aufmarschieren – in einer Größe, die bislang beispiellos in der Geschichte ist. Und ein klares Signal in Richtung Russland sendet. Ein Manöver des Bündnisses in Norwegen sorgt nun für zusätzliche Abschreckung.

Nachdem Putin mit seiner Armee in die Ukraine eingefallen ist, hat auch die Nato umgehend reagiert: Über 100.000 Männer und Frauen wurden in Bereitschaft versetzt, 130 Flugzeuge überwachen den Luftraum an der Ostflanke, 200 Kriegsschiffe wurden in Schwarze Meer, Mittelmeer sowie in die Nord- und Ostsee verlegt – 21 Schiffe stammen von der Deutschen Marine.

Ein massiver Aufmarsch, bislang beispiellos in der Nato-Geschichte. Das Bündnis bereitet sich auch mit Manövern auf das Schlimmste vor – und sendet damit ein klares Signal an den Kreml.

In dieser Woche hat in Norwegen das größte Nato-Manöver begonnen: „Cold Response“. Rund 30.000 Soldaten aus 27 Nationen nehmen daran teil, 200 Flugzeuge und 50 Schiffe sind daran beteiligt. Auch Deutschland ist mit dem Kriegsschiff „Berlin“ und seiner 200-köpfigen Besatzung vertreten.

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Soldaten nehmen an der Übung „Brilliant Jump 2022“ teil, einer jährlichen Übung der NATO Response Force (NRF). In diesem Jahr findet die Übung in Norwegen im Zusammenhang mit der NATO-Übung „Cold Response“ statt.

Soldaten nehmen an der Übung „Brilliant Jump 2022“ teil, einer jährlichen Übung der NATO Response Force (NRF). In diesem Jahr findet die Übung in Norwegen im Zusammenhang mit der NATO-Übung „Cold Response“ statt.

Ziel: Die Verteidigung Norwegens soll getestet werden, unter schweren klimatischen Bedingungen. Schnee, Eis, Kälte. Die Übung sei bereits seit langem geplant, erklärt die Nato – findet nun allerdings vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine eine wichtige Bedeutung. Es gehe um „präventive Maßnahmen“, heißt es. Und darum, den Zusammenhalt des Bündnisses zu zeigen. Bis zum 1. April trainieren die Soldatinnen und Soldaten noch.

Nato mit klarem Signal an Putin

„Cold Response“ findet alle zwei Jahre statt – in der Heimat von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg.

Das Manöver wurde mit der Nato-Übung „Brilliant Jump“ verbunden, die am Freitag (18. März) endete – eine Verlege-Übung, bei der es laut Bundeswehr darum geht, binnen kurzer Zeit tausende Soldatinnen und Soldaten per Schiff und Flugzeug zu verlegen. Mit solchen Übungen prüft die Allianz, wie schnell und effektiv Truppen die zugewiesenen Orte erreichen.

Nato-Manöver: Russische Kriegsschiffe kehren vorzeitig in Häfen zurück

Auch wenn die Nato betont, dass das Manöver lange geplant war, ist es ein klares Signal an Putin. Wir sind entschlossen. In der Regel werden solche Manöver in der Ostsee auch von russischen Übungen und Provokationen begleitet. Doch diesmal sei Russland sehr bedacht darauf, eine solche Provokation zu vermeiden, wie der „Spiegel“ berichtet, der bei dem Manöver vor Ort war.

Einige russische Kriegsschiffe seien sogar vorzeitig in ihre Häfen zurückgekehrt, als Schiffe von Nato-Verbündeten im Europäischen Nordmeer zusammenkamen. Im Kreml findet Wladimir Putin zwar aggressive Worte gegen die Nato, doch in Wirklichkeit scheint Russland kein Interesse an einem neuen Konfliktherd zu haben.

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