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„Kanalratte“ Nach Äußerung von Kubicki: Türkischer Präsident Erdogan reagiert mit drastischem Schritt 

Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei, spricht während der 21. Ordentlichen Generalversammlung der Union der türkischen Händler und Handwerker

Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei, spricht während der 21. Ordentlichen Generalversammlung der Union der türkischen Händler und Handwerker am 29. September. 

Nach einer abwertenden Äußerung von FDP-Politiker Wolfgang Kubicki hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan jetzt reagiert. Er zeigt den deutschen Politiker an. 

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan zeigt Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) einem Bericht des „Spiegel“ zufolge wegen dessen jüngsten Äußerungen über ihn an.

Der Kölner Rechtsanwalt Mustafa Kaplan habe am Donnerstag in Erdogans Namen schriftlich Strafanzeige gegen Kubicki erstattet und einen Strafantrag wegen Beleidigung und Verleumdung gestellt. Kubicki hatte Erdogan bei einem Auftritt im Vorfeld der Landtagswahl in Niedersachsen in Zusammenhang mit dessen Flüchtlingspolitik als „kleine Kanalratte“ bezeichnet.

Nach Äußerung: Türkischer Präsident Erdogan zeigt Wolfgang Kubicki an 

Der „Spiegel“ zitiert aus dem Schreiben Kaplans an die zuständige Staatsanwaltschaft Hildesheim. Darin stehe, die Bezeichnung „Kanalratte“ müsse man so verstehen, dass Erdogan ein Mensch sei, „der als sittlich verwahrlost, moralisch heruntergekommen und Ekel hervorrufend angesehen wird“.

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Es gehe Kubicki nicht um sachliche Kritik, sondern allein um Diffamierung. Verschärfend komme hinzu, dass der Ausdruck für Erdogan „auch aus religiösen Gründen“ schwer hinzunehmen sei.

Im Übrigen habe Kubicki dem Präsidenten indirekt unterstellt, Flüchtende als Druckmittel gegen den Westen einzusetzen. Das sei nachweislich unwahr.

Am Dienstag hatte die türkische Regierung wegen Kubickis Äußerungen über Erdogan den deutschen Botschafter in Ankara einbestellt. „Wir verurteilen aufs Schärfste die beleidigenden Äußerungen von Wolfgang Kubicki“, erklärte der türkische Außenamtssprecher Tanju Bilgic im Kurzbotschaftendienst Twitter. (afp)

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