„Immer noch viel zu hoch“ Krankenhausreform: Lauterbach plant umfassende Neuerungen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) spricht am 26. Oktober 2022 in der Bundespressekonferenz.

Karl Lauterbach, hier am 26. Oktober 2022 in der Bundespressekonferenz, plant eine umfassende Krankenhausreform.

Karl Lauterbach plant eine umfassende Krankenhausreform. Das Ziel des Bundesgesundheitsministers: die Zahl unnötiger Krankenhausaufenthalte reduzieren.

Ambulante Operationen anders vergüten und so erreichen, dass die Zahl unnötiger Krankenhausaufenthalte reduziert wird – so lauten die Ziele einer von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) geplanten Krankenhausreform.

„Wir wollen Patientinnen und Patienten die Klinikaufenthalte ersparen und gleichzeitig das Personal dort entlasten“, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe vom 9. November 2022) zu seinen Plänen.

Lauterbach will Pfleger und Ärzte entlasten

„Dafür stellen wir das System so um, dass sich eine unnötige Krankenhaus-Aufnahme bei einfachen Eingriffen künftig nicht mehr lohnt“, sagte der Minister.

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„Der Anteil vollstationärer Behandlungen ist bei uns im internationalen Vergleich immer noch viel zu hoch.“ Das müsse sich im Sinne der Patienten und des Krankenhauspersonals ändern.

Viele Behandlungen, die bisher stationär gemacht würden, sollten in Zukunft ambulant erbracht werden. Und auch für stationäre Patienten sei die Übernachtung nicht nötig, wenn der Patient dies wünsche und medizinisch nichts dagegen spreche, sagte der Minister. „Das entlastet Pflege und Ärzte. Die Übernachtung im Krankenhaus ist nicht zwangsläufig Teil guter Medizin“, sagte Lauterbach. (dpa)

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