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Zwei wichtige Sätze Ex-Bundesliga-Star solidarisiert sich mit den Frauen im Iran

Irans Ali Karimi in Aktion während des Qualifikationsspiels gegen Katar zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014 im Azadi-Stadion in Teheran

Irans Ali Karimi im Juni 2012 in Aktion während des Qualifikationsspiels gegen Katar zur WM 2014 im Azadi-Stadion in Teheran.

In Teheran starb die 22-jährige Mahsa Amini, nachdem sie von der Moralpolizei wegen ihres „unislamischen“ Outfits festgenommen wurde. Tausende mutige Männer und Frauen protestieren bereits seit Tagen im Netz und auf der Straße gegen die brutalen Sittenwächter des Regimes.

Aktuell gehen im Internet zahlreiche Videos viral, in denen sich Iranerinnen und Iraner mit ernsten Gesichtern ihre Haare abschneiden.

Man muss den Kontext der Videos nicht einmal kennen, um zu wissen, dass es hierbei nicht um einen simplen Haarschnitt geht. Das Abschneiden der Haare ist ein symbolischer Akt.

Der Tod von Mahsa Amini: Was ist passiert?

Doch was steckt genau dahinter? Mit den Videos wollen die Frauen und Männer ihre Solidarität gegenüber der jungen Frau ausdrücken, die im Iran nach ihrer Verhaftung durch die Moralpolizei ins Koma gefallen und am 16. September 2022 gestorben war. 

Die 22-jährige Iranerin wurde am 13. September in Teheran auf der Straße von der Sittenpolizei festgenommen. Medienberichten zufolge war sie aufgrund ihres „unislamischen“ Outfits verhaftet worden.

Mahsa Amini überlebte ihre Verhaftung nicht, sie fiel ins Koma und verstarb wenige Tage später im Krankenhaus. Nach Polizeiangaben bekam sie auf der Polizeiwache „plötzlich Herzprobleme“.

Der Fall hatte auch international Entsetzen und Trauer ausgelöst.  Zahlreiche Iranerinnen und Iraner, darunter auch Prominente, wie die iranische Schauspielerin Anahita Hemmati reagierten auf den Vorfall mit Videos, in denen sie sich die Haare abschneiden, ganz abrasieren oder gar verbrennen.

Auch die Proteste auf den Straßen nehmen seit Tagen kein Ende. Bei den Unruhen in dutzenden Städten des Irans sind bislang mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern seien sowohl Sicherheitskräfte als auch Demonstrierende, berichtete das Staatsfernsehen am Donnerstag (22. September). Nähere Details wurden nicht genannt.

Demonstrierende lieferten sich in der Nacht zum Donnerstag erneut Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften, die laut Augenzeugen nach einer massiven Einschränkung des Internets mit Härte vorgingen. Auf Videos, die nicht verifiziert werden konnten, wird sogar von Schüssen mit scharfer Munition berichtet.

Inzwischen solidarisierten sich weitere prominente Iraner im Exil mit der Protestbewegung. Auch im Iran selber wurden Stimmen laut, die sich ungewöhnlich scharf gegen den Kurs der Regierung stemmten. Der Fußballstar Ali Karimi, der in der Bundesliga beim FC Bayern München und FC Schalke 04 spielte, schrieb beispielsweise auf Twitter: „Hab keine Angst vor starken Frauen. Vielleicht kommt der Tag, an dem sie deine einzige Armee sind.“

Unruhe und Proteste im Iran: Internet ist massiv eingeschränkt

Das Internet im Iran ist seitdem massiv eingeschränkt und insbesondere mobile Netzwerke sind weitgehend abgeschaltet. Auch Instagram als eines der letzten freien sozialen Netzwerke wurde gesperrt.

Einige reichweitenstarke iranische Nachrichtenportale, die über die Proteste berichtet hatten, waren im Ausland nicht mehr erreichbar. Auf den Webseiten der staatlichen Medien wurden die Demonstrationen wenig thematisiert. Die Regierung ihrerseits rief zu Gegendemonstrationen nach dem Freitagsgebet auf.

Deutschland will den Fall der im iranischen Polizeigewahrsam gestorbenen 22 Jahre alten Mahsa Amini vor den UN-Menschenrechtsrat bringen. Das kündigte Außenministerin Annalena Baerbock am Donnerstag am Rande der UN-Generalversammlung in New York an. Der Fall Amini sei ein Bruch mit den Frauenrechten und damit eine Verletzung von Menschenrechten durch den Iran. (dpa/ac)

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