Beben in der Schifffahrt! Griechische Reeder laufen Sturm gegen neue Klimapläne. Sie fürchten eine Kostenexplosion – mit bitteren Folgen für uns alle.
„Plan nicht realistisch“Griechische Reeder warnen vor zu strengen Klimaregeln für Schiffe.

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Hafen von Piräus: Größte Handelsflotte der EU. (Archivbild)
Klima-Streit auf hoher See: Reeder-Bosse warnen vor Preis-Tsunami! Alarm auf den Weltmeeren! Die mächtigen griechischen Reeder, deren Schiffe die größte Handelsflotte in der Europäischen Union bilden, laufen Sturm gegen geplante, schärfere Klimavorschriften. Diese deutliche Warnung äußerten sie im Vorfeld des nächsten Gipfels der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO), der für Ende 2026 in London angesetzt ist.
Im Zentrum der Debatte steht der sogenannte „Netto-Null-Rahmen“ der IMO. Mit diesem Konzept soll der Ausstoß von Treibhausgasen durch Schiffe drastisch reduziert werden. Die Idee: Frachter und Tanker müssen stufenweise auf umweltfreundlichere Kraftstoffe umsteigen. Wer weiterhin zu viel CO₂ produziert, soll zur Kasse gebeten werden oder Kompensationen leisten. Im Gegenzug winken Reedereien mit besonders sauberem Betrieb finanzielle Vorteile.
„Plan nicht realistisch“
Doch die griechischen Schiffseigner halten das ganze Vorhaben für realitätsfern, wie die dpa meldet. Sie befürchten, dass bedeutende Staaten mit riesigen Handelsflotten bei den strengen Regeln einfach nicht mitmachen werden. Welche Länder gemeint sind, wurde nicht gesagt. Zudem seien saubere Treibstoffe und die erforderliche neue Technik aktuell entweder kaum zu bekommen oder extrem kostspielig. Dies könnte die Kosten explodieren lassen und den fairen Wettbewerb untergraben. (red)
Bisher ist der Entwurf für diesen „Netto-Null-Rahmen“ zwar im Umweltausschuss der IMO vorangekommen, aber eine endgültige Verabschiedung steht noch aus. Damit die Regelung in Kraft tritt, ist eine offizielle Annahme durch die Mitgliedstaaten Ende 2026 nötig. Sofern es keine zahlreichen Einwände gibt, werden die Vorschriften üblicherweise etwa 16 Monate später wirksam. Dann liegt es in der Verantwortung der einzelnen Regierungen, die Umsetzung und Einhaltung der Regeln sicherzustellen.
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