Erst Gas, jetzt das? Lindner warnt vor der nächsten ernsten Krise – und stellt Forderung an Habeck

Christian Lindner (FDP), Bundesminister der Finanzen, spricht bei einem Pressestatement Ende Juli zu aktuellen politischen Themen. Er warnt vor einer Stromkrise.

Christian Lindner (FDP), Bundesminister der Finanzen, spricht bei einem Pressestatement Ende Juli zu aktuellen politischen Themen. Er warnt vor einer Stromkrise.

Kommt zur Gaskrise bald eine Stromkrise? Finanzminister Lindner warnt vor einem solchen Szenario. Er stellt eine dringende Forderung an Wirtschaftsminister Robert Habeck. 

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) aufgefordert, die Stromproduktion mit Hilfe von Gas zu stoppen. „Wir müssen daran arbeiten, dass zur Gaskrise nicht eine Stromkrise kommt“, sagte Linder der „Bild am Sonntag“.

„Deshalb darf mit Gas nicht länger Strom produziert werden, wie das immer noch passiert.“ Habeck hätte die gesetzliche Ermächtigung, dies zu unterbinden, fügte Lindner hinzu.

Gaskrise und Stromkrise? Lindner für Weiterbetrieb der Atomkraftwerke

Der Finanzminister sprach sich in diesem Zusammenhang erneut für einen Weiterbetrieb der Atomkraftwerke in Deutschland aus, um „andere Stromkapazitäten“ zu erhalten.

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„Vieles spricht dafür, die sicheren und klimafreundlichen Kernkraftwerke nicht abzuschalten, sondern nötigenfalls bis 2024 zu nutzen“, sagte er.

Wegen der Befürchtungen vor einem Stopp russischer Gaslieferungen wird derzeit eine mögliche Verlängerung der Laufzeiten der drei letzten noch laufenden Atomkraftwerke in Deutschland diskutiert, die nach geltendem Atomrecht Ende Dezember vom Netz gehen müssten.

Union und FDP werben dafür, einen zumindest begrenzten Weiterbetrieb über den Jahreswechsel hinaus zu ermöglichen.

SPD und insbesondere Grüne sind nach wie vor skeptisch. Auch sie wollen einen zumindest befristeten Weiterbetrieb im Krisenfall aber inzwischen nicht generell ausschließen. (afp/mg)

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