Brüssel ist alarmiert: In der EU gibt es schwere Sicherheitsbedenken für die Zeit nach dem Ende von Putins Krieg gegen die Ukraine.
„Sehr gefährliche Menschen“EU-Minister warnt vor Einreise von Putins Soldaten

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Soldaten einer russischen Einheit für Sabotage und Aufklärung sind auf einem Übungsgelände in der Region Kursk zu sehen.
Die EU macht sich massive Sorgen, was nach einem möglichen Friedensschluss in der Ukraine passieren könnte. Konkret befürchtet man eine Flut von Einreisen durch frühere russische Soldaten. Davor möchte man sich jetzt schützen. Ein Vorstoß kommt dabei aus Estland: Dort verlangt Außenminister Margus Tsahkna ein rigoroses Einreiseverbot für die gesamte EU und präsentierte seine Idee in Brüssel.
Tsahkna äußerte bei einem Gipfel der EU seine Bedenken, es gäbe Hinweise, dass zahlreiche Kämpfer nach einem Friedensschluss planen, nach Europa zu reisen. Seine unmissverständliche Aussage: „Das sind sehr gefährliche Menschen.“
1,5 Millionen Russen seit Kriegsbeginn im Kampf
Erschreckende Daten aus einem internen Dokument untermauern laut „Bild“ seine Sorge: Seit dem Kriegsstart im Februar 2022 waren wohl um die 1,5 Millionen russische Staatsbürger in Kampfhandlungen verwickelt. Derzeit sollen sich davon noch etwa 640.000 an der Front befinden.
Was diese Männer verbindet, sind ihre Erfahrungen im Kampf und ihre Gewaltbereitschaft. Man geht sogar davon aus, dass sie wahrscheinlich an Kriegsverbrechen und weiteren schrecklichen Taten beteiligt waren.
Ein am Mittwoch aufgetauchtes Video soll die unglaubliche Brutalität innerhalb der Truppe belegen: Es zeigt mutmaßlich, wie russische Befehlshaber ihre eigenen Leute quälen – halbnackt und mit dem Kopf nach unten an Bäume gebunden. Der Grund: Sie sollen sich geweigert haben, in weiteren Gefechten eingesetzt zu werden.
„Feindliche Aktivitäten könnten in ganz Europa Fuß fassen“
Das Dokument warnt deshalb mit Nachdruck vor den Risiken. Eine potenzielle Einreise in die EU würde nicht nur eine generelle Gefahr von Gewalttaten bedeuten. Sie könnte auch als Einfallstor dienen, durch das „organisierte Kriminalität, extremistische Gruppen und feindliche staatliche Aktivitäten in ganz Europa Fuß fassen und sich ausbreiten können.“ Obendrein wären ehemalige Soldaten besonders einfach von russischen Nachrichtendiensten zu rekrutieren.
Ein weiterer besorgniserregender Aspekt ist die Zunahme von Gewalt in Russland, die man mit den Heimkehrern aus dem Krieg in Verbindung bringt. Die Anzahl schwerwiegender Verbrechen erreichte im ersten Halbjahr 2025 Berichten zufolge einen Rekordwert der letzten 15 Jahre. Ein Grund dafür: Man hat bis zu 180.000 verurteilte Kriminelle direkt aus dem Knast für den Kriegsdienst geholt.
Die Konsequenz daraus ist eindeutig: eine totale Einreisesperre für sämtliche bekannte Ex-Soldaten, die in die EU oder den Schengen-Raum wollen. Weder Visa noch Aufenthaltsgenehmigungen sollen erteilt werden. Allerdings könnte die Realisierung kompliziert sein. Verschiedene länderspezifische Vorschriften zur Visa-Erteilung und das Problem, wie man die früheren Kämpfer überhaupt identifizieren soll, wenn sie falsche Identitäten nutzen, sind gewaltige Hindernisse. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

