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EU-Geschenk für Lkw-BauerSo kommen sie jetzt leichter um CO2-Strafen herum

PKW und LKW auf der Autobahn

Copyright: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Schwere Nutzfahrzeuge machen nach Angaben der Kommission mehr als 6Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen der EU aus. (Symbolbild)

Ein Knaller-Beschluss aus Brüssel, der direkt die Brummis auf unseren Straßen betrifft! Die Lkw-Bauer erhalten mehr Luft bei den harten CO2-Vorgaben. Das soll ihnen helfen, Mega-Strafen zu vermeiden.

Das EU-Parlament hat eine Lockerung für die Lkw-Produzenten bei den CO2-Bestimmungen durchgewunken. Laut Meldung der dpa können die Firmen bis zum Jahr 2029 einfacher sogenannte Emissionszertifikate anhäufen.

Diese Zertifikate funktionieren wie ein Joker: Falls die Konzerne ihre individuellen CO2-Limits reißen, können sie die angesparten Punkte zücken und so kostspieligen Bußgeldern aus dem Weg gehen.

Die Ziele bleiben hart – doch die Methode wird weicher

Die EU-Kommission möchte den Produzenten damit mehr Spielraum verschaffen, damit die strikten Zielvorgaben ab 2030 erreicht werden. An den Ambitionen selbst wird aber nicht gerüttelt: Der CO2-Ausstoß neuer Schwerlaster muss EU-weit bis 2025 um 15 Prozent, bis 2030 um 45 Prozent, bis 2035 um 65 Prozent und bis 2040 um 90 Prozent im Vergleich zu 2019 reduziert werden.

Diese neue Vorschrift ist besonders für jene Firmen ein Pluspunkt, die zu Beginn mehr leisten als verlangt, sich anschließend aber nur zögerlich dem nächsten Ziel für 2030 annähern.

Begründung: Zu wenig Ladesäulen für die E-Brummis

Wieso diese ganze Aktion? Die Kommission erklärt, der Aufbau von öffentlichen Ladepunkten für die großen Laster an den Autobahnen komme einfach nicht schnell genug voran. Die Anpassung soll, so die offizielle Erklärung, auch einen Impuls geben, zeitiger auf saubere Lkw zu wechseln.

Ein Punkt, der stutzig macht: Für neue Busse im Stadtverkehr gilt diese Erleichterung nicht.

Dabei sind schwere Laster ein enormer Hebel für den Klimaschutz. Nach Angaben aus Brüssel verursachen sie über 25 Prozent der Treibhausgase auf den Straßen der EU.

Nur noch eine Hürde fehlt

Endgültig in trockenen Tüchern ist die Angelegenheit aber noch nicht. Es fehlt noch die formelle Billigung der EU-Mitgliedsländer. Weil deren Vertreter sich aber schon vorab für den Plan der Kommission ausgesprochen haben, gilt dieser Schritt als reine Formalität.

Viel mehr Streit gibt es um einen anderen Vorstoß der Kommission: Laut diesem sollen auch nach 2035 Pkw mit Verbrenner neu zugelassen werden dürfen. Bei diesem Thema ist eine Verständigung aber noch in weiter Ferne. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Die Unfallstelle auf der Autobahn A20 bei Lindholz, wo auch Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Blank verletzt wurde.

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