Wirbel nach Auftritt eines Ministers in der Gedenkstätte des KZ Buchenwald.
Eklat um GedenkfeierAntisemitismus-Beauftragter stellt sich hinter Minister nach heftigen Anschuldigungen

Copyright: Britta Pedersen/dpa
Felix Klein findet die Kritik zweier Buchenwald-Verbände an Wolfram Weimer nicht in Ordnung. (Archivbild)
Felix Klein, der Beauftragte für Antisemitismus, springt Kulturstaatsminister Wolfram Weimer zur Seite. Der Minister war zuvor von zwei Organisationen, die Familien von früheren Gefangenen des NS-Lagers Buchenwald repräsentieren, heftig attackiert worden – diese Anschuldigungen weist Klein jetzt zurück.
„Mit der vorgebrachten Kritik an einem Auftritt des Kulturstaatsministers im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald vermischen die beiden Verbände auf kritikwürdige Art und Weise Aspekte der Tagespolitik mit dem grundlegenden Anliegen von Erinnerungskultur“, ließ Klein aus Berlin verlauten. Dies sei für das eigentliche Ziel der Organisationen kontraproduktiv.
Harte Anschuldigungen gegen Minister Weimer
Wie die „dpa“ meldet, hatten sich die zwei Organisationen im Vorfeld mittels eines öffentlichen Schreibens gegen Weimers Erscheinen bei einer Gedenkzeremonie in Buchenwald ausgesprochen. Dem parteilosen Politiker wird mangelndes Einfühlungsvermögen gegenüber Überlebenden der Konzentrationslager vorgeworfen. Ein zusätzlicher Beanstandungspunkt ist sein Entschluss, drei linksorientierte Buchgeschäfte von der Vergabe des Deutschen Buchhandlungspreises auszunehmen.
Unterstützung für Weimer vom Zentralrat der Juden
Allerdings bekommt Weimer namhaften Beistand. Verschiedene Befürworter, darunter Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden, sowie der israelische Botschafter Ron Prosor, wiesen die Beanstandungen zurück.
Ebenso unterstrich der Antisemitismusbeauftragte Klein: „Kulturstaatsminister Weimer hat aus meiner Sicht von seinem ersten Tag im Amt an keinen Zweifel daran gelassen, dass er ein großer Förderer und Unterstützer jüdischen Lebens in Deutschland ist.“ Das von Weimer initiierte neue Konzept für Gedenkstätten stelle einen Wendepunkt dar, weil es Verlässlichkeit bei der Planung herstelle und eine zeitgemäße Form des Gedenkens begünstige. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

