Dschihad-Chef getötet Mehrere Raketen auf Israel abgefeuert – Sirenenalarm

Nach der Tötung eines militanten Palästinenserführers im Gazastreifen eskaliert die Lage. Mehrere Raketen wurden auf Israel abgefeuert.

Pulverfass Israel – von Entspannung kann derzeit nicht die Rede sein. Ganz im Gegenteil ...

Nach der gezielten Tötung eines militanten Palästinenserführers im Gazastreifen sind am Freitag (5. August) mehrere Raketen auf Israel abgefeuert worden.

Israel: Sirenenalarm ausgelöst – vor allem Tel Aviv betroffen

In mehreren Städten bis zum südlichen Rand der Küstenstadt Tel Aviv waren am Freitagabend Sirenen zu hören. Israelischen Medienberichten zufolge gingen die Raketen auf offenem Gelände nieder oder wurden vom Raketenabwehrsystem Iron Dome abgefangen.

Die Stadt Tel Aviv hat nach Medienberichten aus Sorge vor weiteren Raketenangriffen öffentliche Luftschutzräume geöffnet.

Israels Streitkräfte hatten zuvor den Militärchef der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad (PIJ) im Gazastreifen, Taisir al-Dschabari, getötet. Der hochrangige Kommandeur war dem Militär zufolge verantwortlich für zahlreiche Raketenangriffe aus dem Gazastreifen und geplante Angriffe auf Zivilisten. Der Islamische Dschihad wird von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft.

Israels Armee tötet wichtigen Militärchef der PIJ

„Wir greifen Tel Aviv und die Städte des Zentrums und der Umgebung mit mehr als 100 Raketen an“, teilte der militärische Arm der Organisation am späten Freitagabend mit. Dies sei die Antwort auf die Ermordung des Führers Al-Dschabari.

Nach palästinensischen Angaben kamen bei der großangelegten israelischen Militäraktion mit mehreren Luftangriffen mindestens zehn Menschen ums Leben, darunter neben Al-Dschabari ein fünfjähriges Kind und weitere PIJ-Mitglieder. Mindestens 75 Menschen seien verletzt worden.

Israel plant angeblich keine breite Operation im Gazastreifen

Israels Ministerpräsident Jair Lapid sagte am Freitagabend: „Israel ist nicht an einer breiten Operation im Gazastreifen interessiert, hat aber auch keine Angst vor ihr.“

2019 hatte Israel bereits den Vorgänger von Al-Dschabari, Dschihad-Militärchef Baha Abu al-Ata, gezielt getötet. Darauf folgten damals massive Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf israelische Orte und Gegenangriffe der israelischen Luftwaffe in dem Küstenstreifen. Nach einigen Tagen konnte mit Hilfe von Unterhändlern Ägyptens und der Vereinten Nationen eine Waffenruhe vereinbart werden.

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