Ein gezielter Angriff erschüttert die kurdische Autonomieregion. Die Residenz von Präsident Barsani wurde attackiert, die USA haben einen klaren Verdacht.
Angriff auf PräsidentenDrohnen-Attacke auf Residenz des Kurden-Präsidenten im Irak

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Die USA sehen «Stellvertreter der iranischen Terror-Milizen im Irak» als verantwortlich für den Angriff an. (Archivbild)
Im Nordirak wurde die kurdische Autonomieregion von einer massiven Attacke erschüttert. Ziel war am Samstag die private Wohnstätte von Präsident Nechirvan Barsani in der Stadt Duhok. Gegenüber dem kurdischen Nachrichtenportal «Rudaw» nannte Barsani den Vorfall „eine gefährliche Eskalation für den gesamten Irak“.
Zeitgleich meldete das Portal «Rudaw» mehr als sechs zusätzliche Drohnenangriffe in Kurdistan. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, hat der irakische Premierminister Mohammed al-Sudani umgehend die Bildung einer Untersuchungskommission angeordnet, um die Hintergründe aufzuklären.
Wer steckt hinter dem feigen Anschlag?
Zu den Attacken hat sich bisher niemand bekannt. Doch die Täter könnten im bekannten Umfeld zu suchen sein: In der Vergangenheit haben sowohl der Iran als auch proiranische Milizen, die im Irak aktiv sind, bereits Attacken auf die Kurdenregion für sich beansprucht. Präsident Barsani appellierte an die Regierung in Bagdad, das Problem illegaler bewaffneter Gruppen „ernsthaft anzugehen“.
Die USA haben einen klaren Schuldigen ausgemacht. Tommy Pigott, Vize-Sprecher im US-Außenministerium, macht „Stellvertreter der iranischen Terror-Milizen im Irak“ für die „verabscheuungswürdigen Terroranschläge“ verantwortlich. Er fügte hinzu: „Diese Handlungen des Irans und seiner Stellvertreter stellen einen direkten Angriff auf die Souveränität, Stabilität und Einheit des Irak dar.“
Internationale Sorge: Macron warnt vor Eskalation
Auch aus Europa kommen scharfe Reaktionen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verurteilte die Geschehnisse als „inakzeptablen Angriff“. Er sprach von einer „zutiefst besorgniserregenden Entwicklung“ im Iran und mahnte, man müsse alles tun, um zu verhindern, dass der Irak in die aktuelle Eskalation hineingezogen wird.
Die Sicherheitslage in der Region ist seit Längerem extrem angespannt. Erst Mitte März war ein in der Kurdenregion stationierter französischer Soldat bei einem Angriff getötet worden. Die Nato hat aufgrund der gefährlichen Lage ihr Personal der Irak-Mission bereits nach Europa abgezogen. (red)
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