Der US-Riese Keurig Dr Pepper plant die Übernahme des Jacobs-Mutterkonzerns JDE Peet's. Ziel ist die Schaffung eines globalen Kaffee-Giganten. Eine deutsche Milliardärsfamilie spielt dabei eine entscheidende Rolle.
Das ist die KrönungUS-Konzern will Kaffee-Gigant kaufen

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Der US-Konzern Keurig Dr Pepper will den Mutterkonzern von Jacobs-Kaffee übernehmen.
Aktualisiert26.08.2025, 10:15
Den einen interessiert es nicht die Bohne, andere werden den Kaffee auf haben! Der US-Getränkeriese Keurig Dr Pepper will den niederländischen Konzern JDE Peet's übernehmen. Zum Unternehmen gehören so bekannte Marken wie Jacobs und Tassimo. Mit dem Mega-Deal soll ein neuer, weltweiter Kaffee-Champion entstehen.
Stolze 15,7 Milliarden Euro will das amerikanische Unternehmen, das auch Marken wie Schweppes im Portfolio hat, für die Übernahme auf den Tisch legen. Die Ankündigung sorgte sofort für Wirbel an der Börse: Die Aktien von JDE Peet’s schossen prompt in die Höhe. Das berichtet die „Bild“.
Nach der Übernahme soll der neue Konzern aufgespalten werden. Geplant sind zwei eigenständige, in den USA notierte Unternehmen: eines für das gesamte Kaffee-Geschäft und eines für die Getränke-Sparte. KDP-Chef Tim Cofer spricht von einem „Wendepunkt in der Getränkeindustrie“ und einer „außergewöhnlichen Gelegenheit für einen globalen Kaffee-Giganten“.
Der Grund für den Deal: Das Kaffee-Geschäft von Keurig Dr Pepper schwächelt seit Längerem. Der Konkurrenzkampf ist hart. Ganz anders sieht es bei JDE Peet's aus, das mit über 50 Kaffee- und Teemarken weltweit erfolgreich ist.
Deutsche Milliardärsfamilie Reimann ist eine treibende Kraft bei der Fusion
Und dahinter steckt auch deutsches Geld! Die deutsche Milliardärsfamilie Reimann ist eine treibende Kraft bei der Fusion. Sie gehört zu den Aktionären und Aktionärinnen des US-Konzerns und ist gleichzeitig Mehrheitseigner des niederländischen Kaffeerösters. Die Unternehmerfamilie hatte Dr Pepper Snapple bereits 2018 für 21 Milliarden Dollar übernommen.
Die Weichen sind bereits gestellt. Die JAB Holding, welche das Vermögen der Reimanns verwaltet, und führende Manager und Managerinnen von JDE Peet's haben dem Verkauf ihrer Aktien bereits zugestimmt. Das entspricht einem Anteil von rund 69 Prozent. Die komplette Übernahme soll in der ersten Hälfte des Jahres 2026 abgeschlossen sein. (red)