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Commerzbank-Drama Weitere Filialen werden geschlossen, Tausende Stellen gestrichen

Manfred Knof, Vorsitzender des Vorstands der Commerzbank, spricht während der Finanzkonferenz Frankfurt Euro Finance Summit 2021.

Die Commerzbank und ihr Vorstandvorsitzender Manfred Knof, hier am 28. Juni 2021, rechnen mit einem Konzernergebnis von mehr als einer Milliarde Euro. Trotzdem sollen zahlreiche Stellen gestrichen werden.

Die Commerzbank und ihr Vorstandschef Manfred Knof rechnet trotz der Ukraine-Krise mit einem Milliardengewinn. Zahlreiche Filialen und tausende Jobs sollen gestrichen werden, doch ihr Vorstandschef verdient Millionen.

Der Vorstandschef der Commerzbank, Manfred Knof (56), hat auf der online stattfindenden Hauptversammlung am Mittwoch (11. Mai 2022) ein Konzernergebnis von mehr als einer Milliarde Euro angekündigt. Trotzdem sollen zahlreiche Filialen und tausende Jobs gestrichen werden.

„Unter dem Strich rechnen wir weiterhin mit einem Konzernergebnis von mehr als einer Milliarde Euro“, bekräftigte Vorstandschef Manfred Knof  trotz der anhaltenden Ukraine-Krise.

Nach Einschätzung Knofs dürfte sich der Ukraine-Krieg vor allem belastend auf das Firmenkundengeschäft auswirken. Die direkten Belastungen für das Institut seien dagegen vergleichsweise gering.

Commerzbank: Vorstand streicht 7500 Stellen und zahlreiche Filialen

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Zudem verfüge die Bank über eine solide Eigenkapitalausstattung, betonte der Chef des Frankfurter MDax-Konzerns. Andreas Thomae von Deka Investment sieht das Institut mit einer harten Eigenkapitalquote von 13,6 Prozent „solide aufgestellt und für Unwägbarkeiten gut gerüstet“.

Knof hatte die Führung der Commerzbank zu Jahresbeginn 2021 übernommen und den Sparkurs verschärft. Der Vorstand hat sich vorgenommen, bis Ende 2024 die Zahl der Vollzeitstellen von ursprünglich etwa 39.500 auf 32.000 zu verringern. Die Zahl der Filialen wurde im vergangenen Jahr um 250 auf etwa 550 reduziert, weitere sollen wohl folgen.

Sowohl für die Mitarbeitenden als auch für die Kundschaft kommt es einem Drama gleich. Arbeitsplätze gehen ebenso verloren wie die Service-Freundlichkeit, wenn immer weniger Filialen verfügbar sind.

Commerzbank: Dividende soll ausgeschüttet werden

Und dennoch, oder gerade darum, ist die Commerzbank, deren größter Anteilseigner der deutsche Staat mit 15,6 Prozent ist, im vergangenen Jahr in die Gewinnzone zurückgekehrt. Für dieses Jahr können die Aktionärinnen und Aktionäre auf eine Dividende hoffen, wie aus dem in der vergangenen Woche vorab veröffentlichten Redetext Knofs hervorgeht.

Die Aktionäre billigten Änderungen der Vorstandsvergütung. Die Bank will die variable Vergütung für ihre Top-Managerinnen und -Manager stärker an eine Unternehmensentwicklung anhand der Kriterien Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung (auf Englisch abgekürzt: ESG) knüpfen. Mit dem neuen Vergütungssystem würden Klarheit und Transparenz erhöht, der Leistungsgedanke werde gestärkt, teilte das Institut mit.

Commerzbank-Chef Knof profitiert: Sechs Millionen Euro in 2021

Wie das „Handelsblatt“ berichtet, soll der Commerzbank-Chef auch persönlich vom Konzernumbau profitiert haben. In seinem ersten Jahr als Vorstandsvorsitzender verdiente Knof knapp sechs Millionen Euro.

Die Hauptversammlung machte indes den Weg für eine Verkürzung der Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder von fünf auf vier Jahre frei. Dies greife eine Diskussion über die im internationalen Vergleich teilweise als zu lang empfundene Amtszeit von Aufsichtsratsmitgliedern auf, hatte die Bank Anfang April erläutert. (dpa/mn/spol)

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