Franca LehfeldtModeratorin unterläuft bitterer Fehler – was danach folgt, ist unter der Gürtellinie

Moderatorin Franca Lehfeldt zusammen mit ihrem Ehemann, FDP-Chef und Finanziminister Christian Lindner (hier im November 2022 bei der Verleihung des Preises für Verständigung und Toleranz in Berlin).

Moderatorin Franca Lehfeldt zusammen mit ihrem Ehemann, FDP-Chef und Finanziminister Christian Lindner (hier im November 2022 bei der Verleihung des Preises für Verständigung und Toleranz in Berlin).

Ausgerechnet am internationalen Holocaust-Gedenktag unterläuft Moderatorin Franca Lehfeldt ein peinlicher Patzer vor laufender Kamera. Für diesen erntete sie Spott und Häme – mitunter auch sehr zweifelhafter Natur. Auf Instagram spricht sie anschließend Klartext.

Am Freitag (27. Januar) hat die Welt den Opfern des Holocaust gedacht. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee die Gefangenen des Konzentrationslagers in Auschwitz – ein Synonym für den Massenmord der Nazis an Juden und Jüdinnen, Sinti und Roma – aber auch Menschen mit Behinderungen und sexuelle Minderheiten.

In diesem Jahr widmete sich das Gedenken besonders ihnen: Jenen, die wegen ihrer sexuellen Orientierung unter der Verfolgung der Nazis litten. Auch der Nachrichtensender Welt thematisierte diesen besonderen Tag und ausgerechnet in dem Moment, als Moderatorin Franca Lehfeldt erklären wollte, warum er so wichtig ist, unterlief ihr ein unangenehmer Fehler. Es hagelte kritische Kommentare – einige von ihnen aber gingen zu weit.

Franca Lehfeldt verwechselt Rote Armee mit der RAF

„Heute vor 78 Jahren befreite die Rote Armee Fraktion die Überlebenden des deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz“, sagte Lehfeldt in einer Sendung am Freitag.

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Moment, Rote Armee Fraktion? Lehfeldt verwechselte die Rote Armee, die damals das KZ befreite, mit der RAF. Hier sehen Sie den Versprecher von Franca Lehfeldt im Video:

Ein durchaus unangenehmer Fauxpas, war die RAF doch eine linksextremistische Terrorgruppe, die vor allen Dingen in den 1970er-Jahren – bekannt als der „Deutsche Herbst“ – aktiv war: Der Mordanschlag auf den Generalbundesanwalt Siegfried Buback, die Entführung des damaligen Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer, die Ermordung von Dresdner-Bank-Chef Jürgen Ponto waren die traurigen Höhepunkte.

Die RAF sind für 24 Morde, zahlreiche Banküberfälle und Attentate in der Bundesrepublik verantwortlich. Erst 1998 – nach 28 Jahren – löste sich die RAF selbst auf.

Ein Ausschnitt mit Moderatorin Lehfeldt verbreitete sich rasend schnell im Netz und brachte der Ehefrau von FDP-Chef und Finanzminister Christian Lindner jede Menge Spott und Häme ein. Doch einige der Kommentare schlugen über die Stränge – so sehr, dass sich Lehfeldt am Sonntag noch einmal auf Instagram zu Wort melden musste. 

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„Bei einer Moderation habe ich mich versprochen. Das sollte in Live-Situationen nicht passieren, ist es aber leider. Menschen machen Fehler“, erklärte Lehfeldt in einem Post. Und weiter: „Es folgte eine unverhältnismäßige Welle von Häme und vor allem Sexismus. Ich frage mich, was in Köpfen vorgeht, die sich daran beteiligen.“

In der Kommentarspalte bekam Lehfeldt für den Klartext-Post jede Menge Zuspruch, auch von Prominenten. Investor Frank Thelen machte ihr Mut: „Ich kenne Dich nur top vorbereitet und hoch konzentriert während Deiner Interviews. Die meisten versprechen sich deutlich häufiger. Bitte einfach ignorieren, keep on rocking.“ Auch Moderatorin Frauke Ludowig schrieb: „Einfach weitermachen!!!“

Franca Lehfeldt ist Chefreporterin beim Fernsehsender „Welt“. 2018 wurde ihre Beziehung mit dem FDP-Bundesvorsitzenden Christian Lindner öffentlich bekannt. Das Paar heiratete im vergangenen Jahr auf Sylt. (mg)