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Der große Cannabis-BoomNRW hat die meisten Clubs, doch ein anderes Land ist pro Kopf vorn

Cannabis-Anbau

Copyright: Martin Schutt/dpa

Vereine können seit dem 1. Juli 2024 Anträge für Cannabis-Anbauvereinigungen stellen. (Symbolbild)

NRW ist Deutschlands Cannabis-Hochburg! Aber ein anderes Bundesland überrascht alle.

Die große Cannabis-Wende ist da! Nach langen Diskussionen ist der Konsum seit dem 1. April 2024 für Erwachsene in einem gewissen Rahmen legal. Das Ergebnis: Überall im Land schießen die Anbauvereine aus dem Boden. Eine Erhebung, von der die dpa meldet, zählt deutschlandweit schon 413 dieser neuen Cannabis-Clubs.

Und wer ist ganz vorn mit dabei? Nordrhein-Westfalen! Unser Bundesland ist mit 118 bewilligten Vereinigungen die absolute Nummer eins in Deutschland, was die reine Anzahl angeht. Aber Achtung: Gemessen an der Bevölkerungsdichte schnappt sich ein anderes Land den Spitzenplatz.

Überraschungssieger im Pro-Kopf-Ranking

Dieser Spitzenreiter ist Niedersachsen, das mit 1,06 zugelassenen Clubs je 100.000 Menschen die Rangliste anführt. Dahinter platzieren sich Hamburg (0,91) und Brandenburg (0,82). Am anderen Ende der Skala steht Bayern: Mit lediglich 0,07 Clubs pro 100.000 Bürger ist der Freistaat das absolute Schlusslicht. Dort erhielten zwar neun Vereine eine Genehmigung, doch drei davon haben den Betrieb bereits wieder beendet, so ein Sprecher laut RND.

Auch bei der Anzahl der eingereichten Anträge hat NRW die Nase vorn. Satte 219 Anträge gingen hier bei den Behörden ein, während es in ganz Deutschland 864 waren. Deutlich zurückhaltender zeigten sich Bremen mit nur 7 und das Saarland mit 8 Anträgen. Der Unterschied zwischen beantragten und bewilligten Clubs heißt aber nicht, dass es massenhaft Ablehnungen gab. Viele Verfahren sind den Informationen zufolge einfach noch nicht abgeschlossen.

Klare Vorschriften für die Cannabis-Clubs

Seit dem 1. Juli 2024 ist es den Vereinen möglich, Genehmigungen für den gemeinsamen Anbau zu beantragen. Die Auflagen dafür sind streng: Die Vereinigungen müssen belegen, dass sie das Cannabis ausschließlich an erwachsene Mitglieder weitergeben und dies unter Kontrolle geschieht. Außerdem gibt es eine Obergrenze für den THC-Gehalt, den psychoaktiven Bestandteil der Cannabispflanze.

Mit diesen Regelungen soll ein streng überwachter Vertrieb sichergestellt und der Schutz von Minderjährigen garantiert werden. Wie sich die Szene der Cannabis-Vereine hier bei uns in Köln und der Umgebung weiterentwickelt, bleibt also eine aufregende Frage. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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