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Spritpreise im Höhenflug Mit einer Partei explodieren die Kosten nach der Wahl – es sind nicht die Grünen

Wird mit der neuen Bundesregierung der Sprit an den Tankstellen wesentlich teurer? Unser Foto zeigt eine Preissäule an einer Tankstelle.

Wird mit der neuen Bundesregierung der Sprit an den Tankstellen wesentlich teurer? Unser Symbolfoto vom 9. September 2021 zeigt eine Preissäule an einer Tankstelle.

Die Preise für Benzin und Diesel steigen so stark wie schon lange nicht mehr. Mit der neuen Bundesregierung könnte es zu einer Preis-Explosion kommen. Vor allem, wenn es nach einer Partei geht – und das sind nicht die Grünen.

Köln. Wer aktuell einen Stopp an der Tankstelle nicht mehr aufschieben konnte, der dürfte kurz geschluckt haben. Die Spritpreise befinden sich derzeit im Höhenflug. Zuletzt war Benzin 2013 teurer. Als Treiber des aktuellen Anstiegs sieht der ADAC „anhaltend teures Rohöl auf dem Weltmarkt sowie die saisonal steigende Heizölnachfrage“.

Doch mit der neuen Bundesregierung könnten die Preise für Diesel und Benzin noch einmal kräftig nach oben schnellen. Ein Blick in die Wahlprogramme zeigt: Union, SPD, Grünen, FDP und Linke fordern einen Anstieg.

Spritpreise nach der Bundestagswahl: Eine Partei würde für eine Preis-Explosion sorgen

Doch vor allem eine Partei könnte für eine wahre Spritpreis-Explosion sorgen – und es sind nicht die Grünen.

Allein in diesem Jahr sind die Spritpreise im Schnitt um etwa sieben Cent pro Liter gestiegen – auch wenn es dabei regional zu deutlichen Unterschieden kommt. Neben den Entwicklungen auf dem Weltmarkt steckt dahinter auch der CO2-Preis, der seit 2021 auch für Kraftstoffe anfällt.

Derzeitige Beschlüsse sehen Steigerung von 25 auf 55 Euro pro Tonne vor

Nach den Beschlüssen der derzeitigen Regierung soll diese CO2-Abgabe bis 2025 noch einmal von 25 auf 55 Euro pro Tonne steigen. Für Autofahrer rechnen Experten in diesem Zusammenhang mit Preisen von 1,64 Euro pro Liter E10 und 1,48 Euro pro Liter Diesel.

Focus-Online“ hat die Wahlprogramme der Parteien genauer unter die Lupe genommen. Im Ergebnis könnten bestimmte Koalitionen den Preis deutlich in die Höhe treiben.

Überraschend: Vor allem mit der FDP könnte Tanken besonders teuer werden.

Vor allem mit der FDP würden die Spritpreise in die Höhe schnellen

Das geht darauf zurück, dass die FDP den CO2-Emissionshandel auf den gesamten Verkehrssektor ausweiten will. Wie viele Treibhausgase dann der gesamte Industriezweig ausstoßen darf, bestimmt eine Obergrenze. Für den jeweiligen Sektor gilt: Je niedriger die CO2-Obergrenze, desto teurer sind auch die Zertifikate.

Würde sich die FDP in einer Koalition mit ihrer Forderung durchsetzen, könnte der Preis für Diesel und Benzin im oberen Bereich dieser Spanne liegen: Für E10 würden bis zu 2,47 Euro pro Liter fällig werden und für Diesel bis zu 2,31 Euro pro Liter.

Anders bei den Plänen der Union, SPD und auch den Grünen. Bei ihnen lägen die Spritpreise im unteren Bereich der Preisspanne. So planen zum Beispiel die Grünen einen Anstieg des CO2-Preises auf 60 Euro pro Tonne bis 2023. Dann dürfte der Preis für E10 auf 1,67 Euro pro Liter steigen, Diesel würde 1,51 Euro pro Liter kosten. (jv)

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