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„CDU an der Schwelle“ Parteienforscher mit düsterer Aussicht bei Laschet-Klatsche

CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet am 24. August 2021 bei einer Podiumsdiskussion in Berlin. Sollte die Union bei der Bundestagswahl eine Niederlage kassieren, drohen CDU und CSU Flügelkämpfe, sagt der Parteienforscher Oskar Niedermayer.

CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet am 24. August 2021 bei einer Podiumsdiskussion in Berlin. Sollte die Union bei der Bundestagswahl eine Niederlage kassieren, drohen CDU und CSU Flügelkämpfe, sagt der Parteienforscher Oskar Niedermayer.

Was passiert mit CDU und CSU nach der Bundestagswahl? Bei einer Niederlage rechnet der Parteienforscher Oskar Niedermayer mit Flügelkämpfen in der Union.

Berlin. Sollte die Union bei der Bundestagswahl verlieren, rechnet der renommierte Parteienforscher Oskar Niedermayer mit schweren Verwerfungen und Flügelkämpfen in der Union.

„Es ist ganz klar, dass die CDU an der Schwelle steht, ihren Status als Volkspartei für immer zu verlieren“, sagte Niedermayer dem „Tagesspiegel“.

CDU droht Volkspartei-Status zu verlieren

In der Europäischen Union gebe es genug Beispiele für christdemokratische Partien, die nach Wahldesastern zusammengebrochen seien und nie mehr zu alter Stärke zurückgefunden haben. Niedermayer nannte die Democrazia Cristiana in Italien als Beispiel.

Politikwissenschaftler Oskar Niedermayer (28. November 2015): Seiner Ansicht nach steht die Union vor dem Verlust des Status als Volkspartei – sollte die Union bei der Bundestagswahl verlieren.

Politikwissenschaftler Oskar Niedermayer (28. November 2015): Seiner Ansicht nach steht die Union vor dem Verlust des Status als Volkspartei – sollte die Union bei der Bundestagswahl verlieren.

Am Wochenende hatte CSU-Chef Markus Söder in der „Welt am Sonntag“ betont, sollte die Union nicht in der Regierung sein, kämen schwerste Zeiten auf die Partei zu. Als Erstes werde es vor allem in der CDU zu personellen Konsequenzen kommen, betonte Niedermayer. „Ich vermute, dass man einen neuen Parteivorsitzenden braucht, wenn Armin Laschet die Union in die Opposition führt“, sagte Niedermayer.

Auch der Auswahlprozess des Kanzlerkandidaten müsse dringend reformiert werden. „Die Führungsriege der CDU hat hier gegen die Mehrheit der Basis Armin Laschet durchgesetzt. CDU und CSU müssen sich hier endlich ein klares Auswahlverfahren geben, damit so etwas nicht mehr passieren kann.“ Es seien lange und harte Kursdiskussionen zu erwarten.

Die Probleme der Union hingen nicht an nur an der Person Laschet, „sondern schlicht und einfach an der inhaltlichen Entkernung der Partei.“ Viele Wähler wüssten nicht mehr, wofür die Union heute stehe, betonte Niedermayer. (dpa)

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