Zwischen den Zeilen Markus Söder teilt gegen Armin Laschet aus

Armin Laschet und Markus Söder mit Ellenbogen-Gruß und Coronaschutzmaske.

Armin Laschet (links) und Markus Söder im Juni in Berlin bei der Klausur der Spitzen von CDU und CSU.

Markus Söder spricht in vielen Aussagen Kanzlerkandidat Armin Laschet zwar seine Unterstützung aus. Zwischen den Zeilen lassen sie Aussagen des CSU-Chefs Richtung CDU-Politiker allerdings aufhorchen.

Berlin/München. Es sind kleine Spitzen, die aber durchaus sitzen dürften. Im „Sommerinterview“ mit dem ZDF kritisierte CSU-Chef Markus Söder den Mann, der statt seiner Unions-Kanzlerkandidat geworden ist: Armin Laschet (CDU).

Markus Söder findet Wahlkampf seltsam

Söder hat seine Forderung nach „mehr Tempo und mehr Power“ im Wahlkampf der Unionsparteien bekräftigt. Er sehe sich hier als „der Antreiber“, sagte Söder am Sonntag (1. August).

Söder betonte, er arbeite gut mit CDU-Chef und Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet zusammen, jedoch sei der Wahlkampf insgesamt bislang „ein bisschen seltsam“.

Dass die CDU/CSU in den Umfragen zunächst steil angestiegen sei, „das lag wohl an den Fehlern der Anderen“, sagte Söder. Diese hätten geholfen, aber wie im Fußball sei es besser „auch nochmal selbst zu stürmen und offensiv zu werden“. Dies „muss jetzt kommen“, forderte der CSU-Chef weiter.

Markus Söder verteilt auch Zuspruch für Armin Laschet

Laschet sei sicher in der Lage, Deutschland zu regieren. Auch habe der CDU-Chef entgegen manchen Vorwürfen „Positionen, die bezieht er auch“. Dies werde sicherlich auch „in den nächsten Wochen noch stärker werden“.

Am bisherigen Wahlkampf kritisierte Söder, dass es bisher „fast nur um Nebensächlichkeiten“ gehe, „um irgendwelche Bücher, um Lebensläufe, um Lacher, und fast nie um die entscheidenden Fragen“. Auch hier wünsche er sich eine Änderung.

Markus Söder lässt Armin Laschet den Vortritt

Mit Blick auf das Ringen zwischen ihm und Laschet um die Kanzlerkandidatur der Union sagte Söder: „Ich hätte wahrscheinlich gewonnen, wenn ich eine harte Auseinandersetzung gemacht hätte.“

Dies jedoch wäre nicht gut für den Wahlkampf der Union gewesen, daher habe er das nicht gemacht.

Nun gelte für ihn: „Es ist abgeschlossen“ und „ich will, dass wir gemeinschaftlich gewinnen“. Dafür müsse die Union aber „noch eine Menge tun“, sagte Söder weiter, ohne Laschet direkt zu nennen. Seine Sorge sei, dass es am Ende eine Mehrheit für ein Ampel-Bündnis von Grünen, SPD und FDP ohne die Union geben könnte. Das wolle er verhindern. (afp)

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