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Arbeitsmarkt-BebenNeue Prognose zeigt, wo Deutschland bald die Lichter ausgehen

Jobcenter - Bundesagentur für Arbeit

Copyright: Jens Kalaene/dpa

Das Arbeitskräfteangebot in Deutschland wird bis 2045 nur leicht sinken, sagt eine neue Hochrechnung von Experten. (Symbolbild)

Neue Prognose: Wo Jobs boomen und wo der Kollaps droht.

Die Menge an verfügbaren Arbeitskräften hierzulande wird sich in den kommenden 19 Jahren kaum verändern, doch diese Stabilität täuscht. Eine aktuelle Hochrechnung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), über die auch die dpa berichtet, enthüllt eine dramatische Spaltung. Während die Gesamtzahl der Erwerbspersonen bis 2045 im Vergleich zu 2022 nur geringfügig um 0,5 Prozent auf circa 43,3 Millionen fallen soll, klafft die Schere zwischen den Regionen immer weiter auseinander.

Die „Erwerbspersonenprognose 2045“ zeichnet für viele Gegenden ein düsteres Bild. In 58 von insgesamt 96 deutschen Regionen wird das Arbeitskräftepotenzial schrumpfen. Besonders hart trifft es wirtschaftlich schwächere Gebiete, allen voran im Osten Deutschlands. In der Altmark, in Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg und in Nordthüringen wird sogar ein Einbruch von mindestens 20 Prozent vorausgesagt.

In den Großstädten brummt der Job-Motor

Ganz anders sieht es in den großen Ballungszentren aus. Die wirtschaftlich starken Metropolen können sich auf ein sattes Wachstum freuen. Für Hamburg und München sagen die Forscher ein Plus von jeweils über neun Prozent voraus. Berlin toppt das Ganze noch: Hier wird sogar mit einem Anstieg der Erwerbspersonen um etwa 15 Prozent gerechnet.

Der Grund für den Boom in den Städten ist laut der Studie vor allem der Zuzug neuer Einwohner. Zusätzlich ist in diesen Gebieten der Anteil der Menschen im arbeitsfähigen Alter, die tatsächlich einem Job nachgehen, höher.

Auf dem Land fehlen die jungen Leute

In den wirtschaftlich schwächeren Gegenden ist die Lage genau umgekehrt. Dort geht die Zahl der Arbeitskräfte stark zurück. Der Grund ist simpel: Es kommen nicht genug junge Leute nach, um die Rentner zu ersetzen. „Anders als in den Wachstumsregionen können Zuwanderung und steigende Erwerbsbeteiligung diese Verluste nicht ausgleichen“, stellt der Bericht klar.

Das Institut sieht nun die Politik am Zug. Möglichkeiten zum Handeln gäbe es besonders bei der Zuwanderung. Aber auch Fort- und Weiterbildungen werden immer entscheidender. Wenn weniger junge Menschen auf den Arbeitsmarkt kommen, muss das Wissen der bestehenden Belegschaft durch gezielte Qualifizierung gesichert werden. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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