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Foto wird zum Aufreger Annalena Baerbock kritisiert Erdogan für Pose: „Mehr als unverständlich“ 

Annalena Baerbock spricht in Berlin mit der Presse.

Annalena Baerbock, hier am 20. Juli 2022 in Berlin, hat Erdogan für sein Foto mit Putin scharf kritisiert.

Nach einem Gruppenfoto von Erdogan, Raisi und Putin hat Annalena Baerbock den türkischen Präsidenten scharf kritisiert.

Außenministerin Annalena Baerbock hat den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan für dessen Pose auf einem Gruppenfoto mit den Präsidenten Russlands und des Irans kritisiert.

Das Bild, entstanden am Dienstag bei einem Gipfeltreffen Erdogans mit Kremlchef Wladimir Putin und dem Iraner Ebrahim Raisi in Teheran, zeigt die drei autoritär regierenden Staatsoberhäupter, wie sie sich lächelnd an den Händen halten.

„Mehr als unverständlich“: Erdogan posiert mit Putin trotz Ukraine-Unterstützung

„Dass der türkische Präsident mit auf diesem Foto ist, das ist eine Herausforderung, um es mal freundlich zu sagen“, sagte Baerbock am Freitagabend (22. Juli 2022) im „Bild“-Format „Die richtigen Fragen“.

Alles zum Thema Recep Tayyip Erdogan

Die Türkei als Nato-Staat gebe der Ukraine militärisch „massive Unterstützung“ im Krieg gegen den Angreifer Russland und sei auch am jüngsten Abkommen zur Sicherung ukrainischer Getreideexporte beteiligt, merkte die Grünen-Politikerin an. „Deswegen ist mir dieses Foto mehr als unverständlich, gerade aus Sicht eines Nato-Mitglieds.“

Der türkische Präsident Erdogan posiert mit Kreml-Chef Wladimir Putin und dem irakischen Staatsoberhaupt Ebrahim Raisi beim Gipfeltreffen in Teheran.

Der türkische Präsident Erdogan posiert am 19. Juli 2022 mit Kreml-Chef Wladimir Putin und dem irakischen Staatsoberhaupt Ebrahim Raisi beim Gipfeltreffen in Teheran.

Die Konstellation auf dem Bild zeige zudem, wie wichtig es sei, „dass wir mit Wertepartnern zusammenstehen“, die „an die internationalen Regeln nicht nur glauben, sondern für sie eintreten“, fügte Baerbock hinzu. „Weil es gibt andere Akteure, die nicht für unsere Werte einstehen, und die verbünden sich im Zweifel auch.“

Bei dem Gipfeltreffen in der iranischen Hauptstadt ging es offiziell um eine Verbesserung der Lage im Bürgerkriegsland Syrien. Russlands Krieg gegen die Ukraine dürfte aber ebenfalls Thema gewesen sein, auch wenn er öffentlich nicht zur Sprache kam. Nach außen hin gibt sich der Iran in dem Krieg zwar neutral, doch die Sympathien der iranischen Führung für Russland sind bekannt. (dpa/gr)

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