Stand nicht auf der Liste Klitschko kommt bei Merkel-Besuch nicht auf Flughafen

Vitali Klitschko, ehemaliger Box-Profi und Bürgermeister von Kiew, spricht bei einer Pressekonferenz. Klitschko stellte sich am 25. Oktober 2020 zur Wiederwahl als Bürgermeister in der Hauptstadt.

Vitali Klitschko, hier am 26. Juli 2019 zu sehen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist zu ihrem letzten Amtsantritt in in die Ukraine geflogen.

Kiew. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist am Sonntag (22. August 2021) in die Ukraine geflogen. Doch Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko (50) durfte nicht auf den Flughafen gelassen werden.

„Bin auf dem Flughafen Boryspil eingetroffen, auf dem ich dem Protokoll nach als Bürgermeister der Hauptstadt die Bundeskanzlerin von Deutschland Angela Merkel empfangen sollte“, schrieb Klitschko am Sonntag (22. August 2021) noch im Nachrichtenkanal Telegram. Sein Name sei nicht auf der Liste gewesen, so durfte er nicht zu Bundeskanzlerin. Klitschko: „Mit Gewalt durchkämpfen werde ich mich natürlich nicht.“

Angela Merkel in der Ukraine: Klitschko darf nicht zur Bundeskanzlerin

Bei Merkels vorigem Kiew-Besuch November 2018 hatte Klitschko die Kanzlerin noch persönlich begrüßt. Der Politiker veröffentlichte dazu ein Foto von dem damaligen Handschlag. Seither war Merkel nicht mehr in der Ukraine. Am Sonntag absolvierte sie ihren ersten Besuch bei Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Zuletzt wurde in Kiew darüber spekuliert, dass Selenskyj Klitschko als Chef der Stadtverwaltung entlassen könnte. Nach verschiedenen Berichten sieht er in dem populären Bürgermeister eine Konkurrenz für die Präsidentenwahl 2024.

Spekuliert wird, dass der frühere Profisportler zwar Bürgermeister bleiben könnte, ihm aber ein Großteil der Vollmachten entzogen werden könnte. Der 50 Jahre alte Klitschko ist bereits seit 2014 Bürgermeister der Drei-Millionen-Einwohner-Stadt. (dpa)

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