Ukraine-Krieg Valerie (16) kehrt zu ihrer zerstörten Schule zurück – Aktion treibt Tränen in die Augen

Valerie (16) aus Charkiw konnte nicht zu ihrem Schul-Abschlussball, weil Krieg herrschte. Nun kehrte sie an den Ort zurück, wo sie hätte feiern sollen, im roten Kleid. Ihre Tante teilte das Foto auf Facebook. Facebook/Anna Episheva

Valerie (16) aus Charkiw konnte nicht zu ihrem Schul-Abschlussball, weil Krieg herrschte. Nun kehrte sie an den Ort zurück, wo sie hätte feiern sollen – in ihrem Abschlussball-Kleid.

Es sind Bilder und Videos, die einem einfach nur Tränen in die Augen treiben. Valerie (16) steht in ihrem knallroten Ballkleid zwischen den Trümmern, die einst ihre Schule war. Die Jugendlichen holten ihre Abschlussfeier nun nach.

Es ist ein Moment für jeden Jugendlichen, der unvergesslich sein soll: der Schulabschluss. Ein wichtiger Abschnitt im Leben geht zu Ende, ein neuer beginnt, alte Freundschaften gehen, neue kommen – viele erinnern sich gern an diese bewegende Zeit zurück. 

Doch für Valerie (16) gibt es absolut nichts, an das sie sich gern zurückerinnert. Putins Angriff auf ihre Heimat, auf die Ukraine, hat nicht nur ihr Zuhause zerstört und vielen Menschen das Leben gekostet – auch ihr Schulabschluss und der damit verbundene Ball konnte nicht stattfinden. 

Doch dann kam der Krieg, ihre Schule in Charkiw wurde zerstört, russische Soldaten waren über Wochen in der Stadt, Artillerie und Bomben haben ihr und den Menschen, die dort wohnen, stark zugesetzt. An einen Abschlussball war für die Schülerinnen und Schüler in der Ukraine lange nicht zu denken. 

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Doch ukrainische Truppen konnten die russischen Soldaten zurückdrängen und nun will auch Valerie mit ihren Freundinnen und Freunden ihr Leben zurück – und den Abschlussball nachholen.

Ihre Tante Anna Episheva, die selbst in Toronto (Kanada) wohnt, postete das beeindruckende Foto ihrer Nichte: Sie steht in ihrem knallroten Abschlussball inmitten der Trümmer ihrer zerstörten Schule. Alles um sie herum ist zerstört. Fenster, Türen, Wände existieren nicht mehr. 

„Meine Nichte sollte in diesem Jahr ihr Abitur machen. Sie und ihre Freundinnen planten die Abschlussfeier, kauften sich Kleider und freuten sich auf den großen Tag“, schreibt Episheva zu dem Foto. „Dann kamen die Russen. Ihre Schule wurde am 27. Februar direkt getroffen und zerstört. Heute besuchte sie die Überreste ihrer Schule und setzte die Pläne für die Abschlussfeier fort. Danke, meine liebe Valerie, dass du stark und mutig bist.“

Das Foto wurde tausendfach gelikt und geteilt, viele Menschen nahmen Anteil am Schicksal der Schülerin. „Die haben ein Leben genommen, aber niemals das Gefühl von Freiheit und Würde“, kommentiert eine Nutzerin das Foto. 

Das ukrainische Außenministerium hat auf Twitter ein Video geteilt, das Jugendliche zeigt, die vor den Trümmern von Valeries Schule in ihren Kleidern und Anzügen tanzen. Sie tanzen zu Pop-Musik, gefilmt von ihren Eltern. Eine traurige und blasse Kopie dessen, was einmal eine rauschende Party werden sollte. (mg)

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