Trotz Maskenbefreiung Schüler muss Test im Freien schreiben – es herrschten Minusgrade

Eine Maske liegt im Unterricht auf Unterlagen, während im Hintergrund Schülerinnen und Schüler mit Mund- und Nasenschutz zu sehen sind.

In Österreich musste ein 9-Jähriger einen Sachkunde-Test bei Minusgraden im Freien schreiben, obwohl er ein Attest zur Maskenbefreiung vorlegte.

Eltern sind empört: In der Steiermark musste ein 9-Jähriger einen Test bei Minusgraden im Freien schreiben. 

Der Fall um den 9-jährigen Jason sorgt in Österreich derzeit für Diskussionen. Der Junge musste einen Test im Freien schreiben und bei Minusgraden in der Kälte ausharren. Jetzt befasst sich die Politik mit dem Fall.

Schon seit dem 9. Januar soll der Junge nicht mehr am Unterricht teilnehmen können. Grund dafür ist ein Attest zur Maskenbefreiung, das der Junge aus gesundheitlichen Gründen erhalten haben soll, erklärte Jasons Vater der Kronen Zeitung. Die Direktorin der Schule habe dieses jedoch abgelehnt. Den Test wollte der 9-Jährige dennoch schreiben. Drei Wochen habe Jason für den Test gelernt, schildert der Vater des Jungen.

Steiermark: Schüler musste Test bei Minusgraden im Freien schreiben

Dafür stellte man dem Jungen einen Sessel vor das Fenster des Klassenzimmers. 15 bis 20 Minuten dauerte der Test. So lange musste der Junge bei Minusgraden vor der Schule ausharren. Mittlerweile haben die Eltern einen Anwalt eingeschaltet. 

FPÖ-Politiker Markus Leinfellner betitelte den Vorfall als einen „Skandal der Sonderklasse“. Es könne nicht sein, dass ein Schüler trotz vorhandenen ärztlichen Attests wie ein Aussätziger behandelt werde.

Auch die Bildungsdirektion prüft den Vorfall: „Rechtlich darf man keinen Test im Freien schreiben. Wir gehen den Vorwürfen genau nach. Es gab bereits erste telefonische Gespräche mit der Schulleitung“. Man wolle prüfen, wie es überhaupt zu dem Vorfall kommen konnte. Der Vater des Jungen erklärte derweil, dass er Jason bereits von der Schule genommen und eine andere Schule für den Jungen gefunden habe. (ls)

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