Keiner kam ihm so nah wie er: Der Butler der Päpste lebt nicht mehr.
Trauer im VatikanDer engste Vertraute der Päpste ist gestorben

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Angelo Gugel, treuer Kammerdiener, begrüßt Kardinal
Ein Kapitel im Vatikan schließt sich: Angelo Gugel ist tot. Der loyale Butler, der für drei Pontifexe arbeitete, starb mit 90 Jahren. Mehr als 25 Jahre diente er dem mittlerweile heiliggesprochenen Johannes Paul II. (1920-2005), dessen engster Begleiter er war.
Der 13. Mai 1981 machte Gugel weltbekannt, als er bei dem schrecklichen Anschlag auf dem Petersplatz zur Stelle war. Aufnahmen, die festhielten, wie er dem im Papamobil getroffenen Kirchenoberhaupt half, verbreiteten sich weltweit. Mit knapper Not kam Johannes Paul II. damals mit dem Leben davon. Zwanzig Jahre, nachdem er in Rente ging, ist Gugel nun in Rom am Donnerstagabend im Beisein seiner Liebsten entschlafen. Das berichtet „t-online“.
Sein bemerkenswerter Werdegang startete 1978. Damals berief ihn der „33-Tage-Papst“ Johannes Paul I. an seine Seite. Als dieser unerwartet starb, trat Gugel in den Dienst von Nachfolger Johannes Paul II., dem er über die gesamte Dauer seines Amtes treu blieb. Selbst für Papst Benedikt XVI. aus Deutschland arbeitete er eine kurze Weile, ehe er mit 70 in den Ruhestand wechselte.
Gugel war bekannt als Inbegriff der Diskretion. Er war bei zahllosen Unterhaltungen der Kirchenoberhäupter dabei und kannte eine Menge persönlicher Einzelheiten aus ihrem Leben, doch seine Treue war unerschütterlich. Nicht ein einziges der ihm anvertrauten Geheimnisse verließ jemals seine Lippen.
Auch in weiteren geschichtsträchtigen Augenblicken spielte er eine zentrale Rolle: So war Gugel unter denen, die Johannes Paul I. leblos im Bett auffanden. Seine Schilderung, der Papst habe sogar im Tode noch ein Lächeln auf den Lippen gehabt, hat die Erinnerung an ihn stark geformt. Ferner bezeugte er ein Exorzismus-Ritual durch Johannes Paul II. und sprach über Wunder, die sein Chef gewirkt haben soll. Der Verstorbene war verheiratet und Vater von vier Kindern. (red)
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