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Tragödie um Isla (†17)Brustschmerzen als „Angst“ abgetan – zwei Jahre später ist sie tot

Medizinerin vor schottischer Flagge

Medizinerin vor schottischer Flagge.

Teenagerin (†17) tot – haben die Ärzte versagt?

Ein unfassbar trauriger Fall aus Schottland macht sprachlos. Die Eltern der verstorbenen Isla Sneddon aus Airdrie, Michelle und Mark, sind am Boden zerstört. Ihre Tochter erlag im März 2025 mit nur 17 Jahren dem Brustkrebs. Sie machen den Medizinern schwere Vorwürfe und sind überzeugt: Die Versorgung ihres Kindes war mangelhaft. Wären Islas Beschwerden wie bei einer erwachsenen Frau eingestuft worden, hätte sie vielleicht wertvolle Lebenszeit gewinnen können.

Die schreckliche Leidensgeschichte begann schon 2022. Damals entdeckte Isla einen Knoten in ihrer Brust und suchte einen Arzt auf, der den Befund aber als hormonbedingt abtat. Ihre Mutter berichtet in einem Video des Senders „STV News“: „Sie sagten immer wieder, Islas Angstzustände seien die Ursache für alles. Es sind Angstzustände. Isla, du hast Schmerzen in der Brust, das sind Angstzustände“. Es dauerte zwei weitere Jahre, bis eine eilige Überweisung für eine Biopsie ausgestellt wurde. Doch die Klinik stufte die Dringlichkeit wegen Islas jungem Alter wieder herab. Die niederschmetternde Diagnose kam im September 2024: Ein aggressives Sarkom an der Herzinnenhaut hatte bereits gestreut und Herz, Lunge sowie Lymphknoten befallen. Das berichtet „FOCUS online“.

Für die Eltern bleibt die quälende Frage, die Vater Mark Sneddon vor dem schottischen Parlament formulierte: „Was wäre, wenn wir eine frühere Intervention gehabt hätten?“ Damit kein anderer junger Mensch ein solches Schicksal erleiden muss, hat die Familie nun eine Petition gestartet. Die Forderung ist eindeutig: Jugendliche und Kinder in Schottland müssen mit derselben Priorität und den gleichen diagnostischen Mitteln wie Erwachsene behandelt werden. „Kein junger Mensch sollte abgetan oder unterschätzt werden, nur weil er gesund wirkt oder zu jung für eine schwere Erkrankung erscheint“, steht in dem Aufruf. Der zuständige Ausschuss in Holyrood nimmt das Thema ernst und wird den Gesundheitsminister von Schottland dazu befragen.

Brustkrebs ist eine Krankheit, die vor allem ältere Menschen trifft. Wie ein Bericht der „Techniker Krankenkasse“ zeigt, liegt das mittlere Alter bei einer Erkrankung bei 64 Jahren. Die meisten Diagnosen werden im Alter zwischen 50 und 70 Jahren gestellt. Nur ungefähr 1,5 Prozent aller Betroffenen sind unter 35 Jahre alt. In Deutschland bekommen pro Jahr etwa 75.000 Frauen und 700 Männer die Diagnose Brustkrebs. Bei Frauen ist es die Ursache für jede dritte Krebserkrankung. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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