Er ist selbst noch ein Kind 18-Jähriger tötet 19 Kinder in USA: Seine Fotos zeigen unerträgliche Situation

Ein Foto des Attentäters auf seinem Instagram-Acount, auf dem er das Magazin einer Waffe hält. Der 18-jährige drang während der Unterrichtszeit in das Schulgelände ein und eröffnete das Feuer bis er selbst von Sicherheitskräften getötet wurde. Er tötete mindestens 19 Kinder und zwei Erwachsene.

Ein Foto des Attentäters auf seinem Instagram-Acount, auf dem er das Magazin einer Waffe hält. Der 18-jährige drang während der Unterrichtszeit in das Schulgelände ein und eröffnete das Feuer bis er selbst von Sicherheitskräften getötet wurde. Er tötete mindestens 19 Kinder und zwei Erwachsene.

In einer Grundschule in Texas wurden 19 Kinder und zwei Erwachsene Opfer eines grausamen Massakers. Dahinter steht ein Täter, der gerade 18 Jahre alt war. Der Fall zeigt einmal mehr das Ausmaß und die Folgen der Waffenpolitik in den USA. Die Fotos, die er postete, zeigen die unerträgliche Situation in dem Land.

Es ist eine Tat jenseits des Vorstellbaren: Ein junger Mann stürmt bewaffnet in eine Grundschule im US-Bundesstaat Texas und schießt um sich. Mindestens 19 Schulkinder sterben. Auch mindestens eine Lehrkraft stirbt.

Der Amoklauf in der kleinen Stadt Uvalde in Texas ist eine der verheerendsten Attacken dieser Art in den USA und lässt viele Amerikaner und Amerikanerinnen ratlos und fassungslos zurück. Wieder einmal.

Texas: 18-Jähriger tötet bei Massaker 19 Grundschulkinder

Doch nicht nur die grausame Tat an selbst schockiert, auch die Umstände sind kaum zu fassen. Denn bei dem Täter handelt es sich um einen gerade einmal 18-jährigen Jungen.

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Auf den Fotos, die nach der Tat veröffentlicht wurden, sieht der Schütze selbst noch aus wie ein Kind. Und doch zog er mit einer Waffe los und tötete fast 20 Grundschulkinder.

Das undatierte Handout-Foto der Polizei zeigt den Jugendlichen, der am 24. Mai 2022 an einer Grundschule in Texas ein Massaker angerichtet hat.

Das undatierte Handout-Foto der Polizei zeigt den Jugendlichen, der am 24. Mai 2022 an einer Grundschule in Texas ein Massaker angerichtet hat.

Wir bei EXPRESS.de haben uns in diesem Fall dafür entschieden, dieses eine Foto des Täters zu zeigen, um zu verdeutlichen, dass es sich hier fast noch um ein Kind handelt, das in den USA Zugang zu Waffen bekommen hat, um an der Grundschule in Texas für ein Massaker zu sorgen.

Die Hintergründe zeigen einmal mehr die dramatischen Folgen der Waffenpolitik in den USA. Denn während die meisten Jugendlichen sich hierzulande mit 18 vor allem auf ausgelassene Partys und den legalen Erwerb von Alkohol freuen, so ist es in den USA anders. Denn Alkohol kann man dort erst mit 21 kaufen. Dies wird streng reglementiert, denn erst dann gilt man als volljährig.

Texas: Täter darf Waffen kaufen, aber keinen Alkohol

Doch bei Waffen sieht es anders aus. Die kann man in einigen Bundesstaaten schon viel eher und vor allem legal kaufen, und zwar mit gerade einmal 18 Jahren. In Texas braucht man ab 21 Jahren dann seit September letzten Jahres nicht einmal mehr eine Genehmigung, um öffentlich eine Waffe mit sich zu tragen.

Was in anderen Ländern unvorstellbar wäre, ist in den USA trauriger Alltag. Und so war es auch für den Jugendlichen kein Problem, sich vor seinem Massaker mit entsprechenden Waffen und Munition einzudecken.

Über den Hintergrund der Tat in Uvalde war zunächst wenig bekannt. Die Ermittler hielten sich bedeckt. Medienberichten nach soll der Schütze die bei der Tat verwendete Waffe vor rund einer Woche kurz nach seinem 18. Geburtstag gekauft haben.

Texas: Täter postete Waffen und Munition auf Instagram

Ehemalige Schulkameraden ordneten dem Schützen laut CNN ein Instagram-Profil zu, auf dem vor wenigen Tagen ein Foto von zwei Gewehren gepostet worden war. Das Verhalten des Schützen habe sich zuletzt verändert, zitierte die „Washington Post“ einen Jugendfreund. Er habe bei seiner Mutter und manchmal bei seiner Großmutter gelebt und sich in letzter Zeit aggressiv verhalten.

Nach Angaben des texanischen Gouverneurs, Greg Abbott, drang der 18-Jährige während der Unterrichtszeit in das Schulgelände ein, eröffnete das Feuer und wütete, bis er selbst von Sicherheitskräften getötet wurde.

Ermittler gehen davon aus, dass der junge Mann alleine handelte. Die große Frage nach dem Warum bleibt nach seinem Tod zunächst unbeantwortet.

USA: Wieso gibt es keine schärferen Waffengesetze?

Das Recht auf Waffenbesitz ist für viele Konservative in den USA eine Art Heiligtum, der Inbegriff von Freiheit, ein Grundrecht, das nicht anzutasten ist.

Der private Waffenbesitz beruht auf der historischen Rechtsgrundlage des Zweiten Verfassungszusatzes von 1791. Darin heißt es: „Da eine gut ausgebildete Miliz für die Sicherheit eines freien Staates erforderlich ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden.“

Die Waffenlobby in den USA ist enorm mächtig. Besonders im konservativen Süden, in Texas, findet sie seit jeher viel Gehör. Direkt nach der Bluttat in Uvalde stiegen Republikanerinnen und Republikaner in die Debatte einmal mehr damit ein, dass nicht Waffen das Problem seien, sondern lediglich einzelne ihrer Besitzerinnen und Besitzer.

Wenn man diese Art von Verbrechen verhindern wolle, müsse man Straftäterinnen und Straftäter sowie Flüchtige und „Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen verfolgen, verhaften und strafrechtlich belangen, wenn sie versuchen, illegal Schusswaffen zu kaufen“, sagte der texanische Senator Ted Cruz dem Sender CNN.

Ermittlerinnen und Ermittler laufen am Mittwoch, 25. Mai 2022, über das Schulgelände der Robb Elementary School in Uvalde, Texas. AP

Ermittlerinnen und Ermittler laufen am Mittwoch, 25. Mai 2022, über das Schulgelände der Robb Elementary School in Uvalde, Texas.

Die Bürgerinnen und Bürger in ihren verfassungsmäßigen Rechten beim Waffenbesitz einzuschränken, sei „nicht effizient“, so Cruz. Sinnvoll dagegen sei mehr bewaffnetes Sicherheitspersonal auf Schulgeländen.

USA: Demokratische Partei pocht auf strengere Regel für Waffenbesitz

Der Generalstaatsanwalt von Texas, Ken Paxton, brachte die ebenfalls nicht neue Idee einer Bewaffnung von Lehrkräften für mehr Schulsicherheit an. Dem konservativen Nachrichtensender Newsmax sagte er, „Lehr- und Verwaltungskräfte, die ein Training absolviert haben und bewaffnet sind“, könnten Leben retten.

Auf demokratischer Seite kochen die Emotionen darüber hoch, dass sich trotz der Debatte, die bei jedem neuen Shooting angeheizt wird, nichts verändert.

Senator Chris Murphy ließ seinem Frust über den politischen Stillstand freien Lauf: „Was machen wir?“, fragte er in der Kongresskammer. An seine Senatskollegen und -kolleginnen gerichtet wetterte er: „Warum machen Sie sich die Mühe, diesen Job zu bekommen (...), wenn Ihre Antwort lautet, dass wir nichts tun, während diese Metzelei zunimmt und unsere Kinder um ihr Leben rennen?“ (dpa/mei)

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