Massen-Ansturm Party-Touri-Alarm: Sylt stellt Zäune und Mauern gegen Punks auf

Ein Gruppe Punks feiert in der Fußgängerzone von Westerland auf Sylt. Das Foto wurde am 04.06.2022 aufgenommen.

Ein Gruppe Punks feiert in der Fußgängerzone von Westerland auf Sylt. Das Foto wurde am 4. Juni 2022 aufgenommen.

Die Beschwerden auf Sylt wegen anreisenden Punks und Party-Touristen und -Touristinnen nehmen nicht ab. Die Gemeinde hat jetzt Maßnahmen ergriffen, um die Situation in den Griff zu bekommen. 

Sylt ist nicht nur die größte nordfriesische Insel, sondern auch die teuerste. Sie ist vor allem bei der High Society beliebt. Bekommt das schicke Image jetzt einen Bruch?

Seit den Pfingstfeiertagen und dem Start des 9-Euro-Tickets belagern auch Menschen den gediegenen Urlaubsort, die es sich sonst nicht leisten konnten.

Das neue Partyvolk auf der Nordseeinsel, darunter unzählige Punks, passt vielen Einheimischen und anderen Urlaubern so gar nicht. Dazu sinken die Umsätze, Dreck und Lärm nehmen zu, Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer sowie Gastro-Szene und Gewerbetreibende sind genervt.

Die Punks und Party-Reisenden würden einen wirtschaftlichen Schaden anrichten.

Sylt: Punks belagern weiter schicke Nordseeinsel – Gemeinde ergreift Maßnahmen

Nach zahlreichen Beschwerden hat die Gemeinde jetzt einen privaten Durchgang in Westerland in der Nähe eines Brunnens in der Wilhelmstraße mit Betonblöcken blockiert, sagte der Bürgermeister der Gemeinde Sylt, Nikolas Häckel (48), am Donnerstag (23. Juni 2022). Darüber berichtete die „Bild“.

In Absprache mit Hausbesitzerinnen und Hausbesitzern wurde diese Maßnahme zum Schutz von deren Eigentum getroffen. Zudem soll sie weiteren Verunreinigungen entgegenwirken.

Es ist nicht die einzige Konsequenz, die die Gemeinde in Folge der aktuellen Entwicklungen zog. Nachdem bereits das Wasser aus dem Brunnen mit der Dicken Wilhelmine in Westerland abgelassen wurde, umzäunt den Brunnen jetzt auch noch ein Bauzaun. Punks hatten die Wasserstelle zuvor als Pool genutzt und etwa ihr Bier darin gekühlt.

Nikolas Häckel, Bürgermeister der Gemeinde Sylt, steht an der Promenade.

Sylts Bürgermeister Nikolas Häckel versucht trotz der aktuellen Lage in seiner Gemeinde optimistisch zu bleiben.

Der „Bild“ erklärte Sylts Bürgermeister Häckel, dass der Wilhelminen-Brunnen repariert werden müsse. Er bestätigte, dass es in seiner Gemeinde seit Wochen Probleme gebe. Er habe daher den Polizeiausschuss des Kreises Nordfriesland und auch die Landesregierung informiert.

„Die Gemeinde Sylt ist zur Durchsetzung von ordnungsrechtlichen Maßnahmen auf die Polizei angewiesen“, betont Häckel. Trotz der aktuellen Probleme sagte Häckel, dass Sylt „weiter entspannt und gut vorbereitet in die weitere Saison“ gehen werde. Auch die Sylt Marketing GmbH sprach von „kleineren Polizeieinsätzen am Feiertagswochenende“, die aber „im Rahmen blieben“. (jba)

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