Rechnungen bis zu 700 Euro Miese SMS-Masche zieht Empfängern Geld aus der Tasche

Das Symbolfoto (aufgenommen am 12. April 2021) zeigt eine Frau, die ein Smartphone in ihrer Hand hält, auf dessen Display eine Betrugs-SMS zu lesen ist.

Immer mehr Menschen werden Opfer von Betrugs-SMS auf dem Smartphone, das sogenannte Smishing. Das Symbolfoto (aufgenommen am 12. April 2021) zeigt eine Frau, die ein Smartphone in ihrer Hand hält, auf dessen Display eine Betrugs-SMS zu lesen ist.

Betrüger haben immer mehr und immer effektivere Methoden. Vor allem Smishing-Angriffe nehmen überhand und bringen hunderte Menschen dazu, viel Geld zahlen und ihre Kontodaten freigeben zu müssen. Doch was ist überhaupt Smishing und was hilft dagegen?

Hamburg. Immer öfter werden der Verbraucherzentrale Hamburg sogenannte Smishing-Angriffe gemeldet: Opfer erhielten dabei Rechnungen von bis zu 700 Euro. Doch was ist Shmishing überhaupt?

Bei Smishing handelt es sich um eine Betrugsmasche. Dabei werden von einer Schadstoffsoftware automatisch SMS verschickt. Dies kann hohe Kosten verursachen. Doch wie kommt die Schadstoffsoftware überhaupt auf das Handy und wie schützt man sich am besten davor?

Smishing SMS: Betrüger verursachen hohe Kosten

Es beginnt immer gleich: Das Opfer erhält eine SMS von einer fremden Nummer mit einem eigentlich immer ähnlichen Wortlaut. hier Beispiele:

  • „Wir konnten heute ein Paket nicht zustellen. Bitte besuchen Sie...“
  • „Ihr Paket hat Verspätung. Jetzt Lieferung bestätigen...“
  • „Ihr Päckchen konnte nicht ankommen. Hier bekommen Sie es...“

So und ähnlich lauten die Texte der Mitteilungen, denen ein Link folgt. Klickt man dann auf diesen Link, wird eine Schadsoftware auf dem Smartphone installiert, die SMS im Sekundentakt verschickt.

„Ohne SMS-Flatrate kann das teuer werden“, warnt Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Zwar würden die Telefonfirmen zeitnah die SIM-Karte sperren, doch für alle bis zu diesem Zeitpunkt versandten SMS werden teilweise Entgelte von mehreren hundert Euro berechnet.

Smishing SMS: Forderungen der Unternehmen sollen nicht hingenommen werden

Laut der Verbraucherzentrale Hamburg beharren manche Unternehmen auf Zahlungen von mindestens 100 Euro oder mehr. „Wer aufgrund eines Smishing-Angriffs eine hohe Rechnung von seinem Mobilfunkanbieter erhält, sollte diese nicht einfach begleichen, sondern sich wehren“, rät Verbraucherschützerin Rehberg. 

Aber wie kann ich  meine Unschuld an der Situation belegen? Meistens hilft ein Einzelverbindungsnachweis – der kann belegen, dass das Versenden der SMS automatisch im Sekundentakt erfolgte.

Wollen Mobilfunkunternehmen die Gebühren der verschickten SMS als Schadensersatz geltend machen, müssen Verbraucher schuldhaft gehandelt haben und der Anbieter muss den entstandenen Schaden nachweisen. „Für die Berechnung des Schadens kann angesichts zahlreicher Flatrate-Modelle am Markt jedoch nicht das vereinbarte Entgelt pro SMS zugrunde gelegt werden“, so Rehberg.

Wie schütze ich mich vor Smishing-Angriffen?

Meistens trifft einen ein Smishing-Angriff unerwartet. Allerdings gibt es Mittel und Wege, sich davor zu schützen und einen Angriff vorzubeugen. Welche das sind, erfahren Sie hier:

  • Habe ich überhaupt ein Paket bestellt? Wenn Sie keines bestellt haben, gehen Sie nicht auf die SMS ein 
  • Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob die SMS vertrauenswürdig ist, rufen Sie lieber direkt beim Paketdienst an und melden Sie die SMS. 
  • Klicken Sie nie auf einen Antwortlink oder eine Telefonnummer in einer Nachricht, bei der Sie sich nicht sicher sind. Generell sollten Sie nie Links von unbekannten Absendern öffnen.
  • Falls Sie Opfer eines Smishing-Angriffs geworden sind: Informieren Sie die Polizei. Falls zusätzlich noch Kontodaten etc. gehackt wurden, sorgen Sie dafür, dass Ihr Konto gesperrt wird.

Leider wird man sehr schnell Opfer von Betrügern. Gerade Smishing-Angriffe geschehen sehr schnell, da die Links zum Öffnen verleiten – vielen ist gar nicht bewusst, wie schnell sie in die Falle von Betrügern tappen können. (sai)

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