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Seltener Gast„Pestvogel“ in Deutschland gesichtet – was sein Name wirklich bedeutet

Pestvogel auf Ast mit Beeren

Pestvogel auf Ast mit Beeren

Ein seltener Vogel sorgt für Aufsehen im Norden.

Was für eine Show in der Natur! Im Norden Deutschlands lässt sich derzeit ein ganz spezieller Besucher bewundern: der Pestvogel. Berichten des NDR zufolge sind die Tiere ab Januar 2026 im Kreis Celle unterwegs. Für Vogel-Begeisterte und Hobby-Fotografen ist das eine absolute Top-Gelegenheit, denn das letzte Mal passierte so etwas im Winter von 2008 auf 2009.

Aber Achtung, der Name „Pestvogel“ klingt echt fies und führt zu Missverständnissen. Ist sein Auftauchen ein böses Omen? Der Ursprung des Namens geht bis ins Mittelalter zurück. Die Menschen konnten sich damals einfach nicht reimen, warum diese fremden Vögel plötzlich da waren. Deshalb galten sie als Boten des Unglücks, die vor schlimmen Zeiten wie Seuchen oder Hungersnöten warnten. Das berichtet „Utopia.de“.

Zum Glück wissen wir es heute besser: Dieser Vogel ist absolut kein Schädling und stellt auch keine invasive Spezies dar, die bei uns alles erobert. Experten nennen sie „Invasionsvögel“. Aber keine Panik! Wie der NABU erklärt, beschreibt das Wort nur ihr Verhalten: In unregelmäßigen Abständen stürmen sie quasi nach Deutschland, bleiben aber nur ein paar Wochen und ziehen dann weiter.

Dabei hat der Vogel einen viel passenderen Namen: Seidenschwanz. Und er ist ein absoluter Blickfang! Diesen Namen hat er wegen seines unglaublich weichen, seidigen Federkleids bekommen. Mit der coolen Federhaube auf seinem Kopf und seinen zimtbraunen sowie blaugrauen Federn ist er ein echtes Schmuckstück. Richtig krass ist das weiß-gelb-rote Muster, das seine sonst schwarzen Flügel ziert.

Sein Gesang ist überraschend zart und hört sich an wie das leise Bimmeln einer Glocke oder das Rasseln von Schlüsseln. Der NABU vergleicht den Ton mit einem langgezogenen „Sirrrr“. Nur wenn es brenzlig wird, machen sie Lärm: Dann klappern die Vögel zur Verteidigung laut mit ihren Schnäbeln.

Der Pestvogel kommt aus dem hohen Norden

Aber was treibt die Seidenschwänze überhaupt in unsere Breiten? Normalerweise brüten sie ganz weit oben im Norden, in der Taiga. Das Gebiet erstreckt sich von Skandinavien über Sibirien bis nach Alaska und Kanada. Der Grund für den weiten Flug ist total simpel: Das Futter wird in ihrer Heimat knapp. Deshalb sind sie hier in Deutschland auf der Suche nach Beeren, Früchten und auch Knospen.

Auf ihrer Futterliste stehen bei uns die Beeren von Sanddorn, Weißdorn, Eberesche und Liguster ganz oben. Auch alte Äpfel, die noch am Baum hängen, picken sie gerne auf. Wer den Tieren helfen möchte, sollte sie aber auf keinen Fall einfach so füttern. Der NABU gibt den Tipp, lieber die richtigen Sträucher im Garten anzupflanzen und im Winter einige alte Früchte als Nahrung für die Vögel hängen zu lassen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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