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Wehen-Drama im KreißsaalKlinik zerrt Schwangere vor den Richter

Hände halten eine Zeichnung eines ungeborenen Babys

Copyright: IMAGO / CHROMORANGE

Hände halten eine Zeichnung eines ungeborenen Babys.

Ein Albtraum für jede Mutter: Mitten in der Geburt landet eine Frau vor dem Kadi.

Was für eine Horror-Geburt! Eine Frau aus den Vereinigten Staaten steht mitten in den Wehen plötzlich vor einem Richter. Anstatt ihr im Kreißsaal beizustehen, rollte das Klinikpersonal ein Tablet an ihr Bett. Der unfassbare Grund für die Aktion: Die Mediziner wollten eine operative Entbindung erzwingen, doch die werdende Mutter hatte Zweifel und sagte Nein.

Bei einer virtuellen Anhörung, die komplett aufgezeichnet wurde, äußerten die Mediziner und Vertreter der Klinik ihre Befürchtungen. Doch die Schwangere, eine Frau namens Doyley, bestand auf ihr Selbstbestimmungsrecht. „Ich habe immer noch Rechte als amerikanische Bürgerin und als Patientin, die entscheiden dürfen, was mit meinem Körper und meinem Baby passiert“, verdeutlichte die Mutter, die schon drei Kinder zu Hause hat. Das berichtet „FOCUS online“.

„Ich habe andere Kinder, die mich brauchen“

Ihre Worte offenbaren die schreckliche Zwangslage: „Wenn ich zwischen meinem Leben und dem des Babys wählen muss, habe ich gesagt, dass ich leben möchte“, so Doyley. „Ich habe andere Kinder, die mich brauchen.“ Der Richter verfügte zwar keinen sofortigen Kaiserschnitt, gestattete dem Hospital jedoch, bei einem akuten Notfall einzugreifen.

Und genau dieser Notfall trat dann ein. In der Nacht registrierten die Ärzte einen dramatischen Abfall der kindlichen Herztöne und sahen darin eine akute Notsituation. Der Kaiserschnitt wurde vollzogen. Doyley brachte ein Mädchen zur Welt, das vorerst auf der Intensivstation für Säuglinge versorgt werden musste. Aus heutiger Sicht betrachtet die Mutter den Vorgang als einen schweren Eingriff in ihre persönlichen Rechte.

Kaiserschnitt: Wann die OP wirklich notwendig ist

Ein Kaiserschnitt stellt eine wichtige, aber nicht ungefährliche medizinische Maßnahme dar, so die Erklärung der Gynäkologischen Praxisklinik in Bielefeld. Da es sich um eine größere Operation im Bauchraum handelt, wird sie normalerweise nur bei einer eindeutigen medizinischen oder psychischen Notwendigkeit vorgenommen. Zu den Gefahren gehören Infektionen, gestörte Wundheilung und, in seltenen Fällen, auch gravierende Komplikationen für die Mutter.

Nötig wird eine solche OP insbesondere, wenn das Kind in einer falschen Position liegt, bei der Entbindung akute Gefahren drohen oder ein Geburtsstillstand vorliegt. Der Eingriff kann das Baby auch vor bestimmten Infektionen der Mutter bewahren und ist somit lebensrettend. Für spätere Schwangerschaften können sich jedoch neue Gefahren ergeben, beispielsweise durch Probleme mit der Gebärmutternarbe, wenngleich die meisten weiteren Geburten dennoch ohne Schwierigkeiten stattfinden. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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