Ist Ryanair komplett pleite? Billigflieger mit Minus von rund einer Milliarde Euro

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Der irische Billigflieger Ryanair steckt seit der Corona-Krise tief in roten Zahlen. Das Symbolfoto einer Ryanair-Maschine wurde im April 2021 am Berliner Flughafen aufgenommen.

Dublin – Die Tourismus-Branche ist mit am stärksten von der Corona-Krise betroffen. Das merken auch die zahlreichen Flugunternehmen. Der irische Billigflieger Ryanair steckt nach einem Jahr Pandemie tief in den roten Zahlen. Ist der Konzern jetzt komplett pleite?

  • Ryanair ist Europas größer Billigflieger-Anbieter
  • Das Unternehmen steckt wegen der Corona-Pandemie tief in der Krise
  • In dem ersten Jahr der Pandemie hat Ryanair rund eine Milliarde Euro Minus gemacht – wie nach ist die Pleite?

In den ersten zwölf Monate der Corona-Pandemie hat Ryanair unter dem Strich bis Ende März 2021 ein Minus von gut einer Milliarde Euro nach einem Gewinn von 649 Millionen ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Montag (17. Mai) in Dublin mitteilte.

Rechnet man eine Sonderbelastung wegen letztlich wertloser Treibstoffpreis-Sicherungsgeschäfte heraus, lag das Minus bei 815 Millionen Euro.

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Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende März 2022 glaubt das Management um Ryanair-Chef Michael O'Leary an ein Ergebnis nahe der Gewinnschwelle, wagt wegen der Unsicherheit rund um die Corona-Pandemie aber keine konkrete Prognose.

Die Erwartungen basierten auf der Annahme, dass die Impfkampagnen erfolgreich sind und die Regierungen in Europa die Reisebeschränkungen rechtzeitig vor der wichtigen Sommersaison ab Juli aufheben, hieß es. Das heißt: Komplett pleite ist Ryanair wohl nicht – das Unternehmen rechnet sogar mit einer ertragreichen Zukunft.

Für das gesamte Geschäftsjahr erwartet Ryanair ein Passagieraufkommen am unteren Ende der ausgegebenen Zielspanne von 80 bis 120 Millionen Fluggästen. Im laufenden ersten Geschäftsquartal bis Ende Juni dürften es lediglich 5 bis 6 Millionen werden. (dpa)

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