Pikante Ruhestörung Wenn ein Berliner Hausflur intime Details preisgibt – „ekstatisches Erlebnis“

Das undatierte Symbolfoto zeigt ein Bett, auf dem eine Frau und ein Mann liegen. Beide sind nackt, man sieht nur die Beine.

In einem Haus mit mehreren Parteien und dünnen Wänden hört man manchmal intime Geräusche aus anderen Wohnungen. Sex, wie auf dem undatierten Symbolfoto dargestellt, ist oft der Grund.

Ein Notizzettel mit besonderer Nachricht amüsiert aktuell nicht nur die, in deren Berliner Hausflur er hängt. Der Instagram-Post bekam bereits mehrere Tausend Likes.

Im gemeinsamen Hausflur Zettel aufzuhängen, ist vor allem in Großstädten normal: Ob man eine Party ankündigt und die Nachbarinnen und Nachbarn einlädt bzw. wegen der Lautstärke um Nachsicht bittet oder Gitarrenunterricht anbietet – alles nichts Neues.

Gerade dann, wenn man nicht viel mit den anderen Hausbewohnerinnen und -bewohnern zu tun hat, ist es eine nette Geste, sie über bestimmte Ereignisse zu informieren. Jedoch kann die Zettel-Kommunikation in manchen Fällen auch ganz schön unangenehm werden.

Notiz im Hausflur: „Hallo, ihr sexfreudigen Nachbarn“

Wohl nicht zum ersten Mal kam es vor, dass ein physisch Unbeteiligter an den sexuellen Vergnügungen der Nachbarn teilnehmen musste. In diesem Fall lag es aber nicht (nur) an zu dünnen Wänden, sondern an besonders lautem Stöhnen, wie dem Instagram-Post von Donnerstag (8. September 2022) zu entnehmen ist.

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Die oder der Verfassende der pikanten Nachricht scheint zwiegespalten zu sein, was von den sexuellen Aktivitäten zu halten ist: „Selbstverständlich freue ich mich darüber, dass ihr dieses ekstatische Erlebnis mit mir teilt und das fast täglich! Leider ist die Befriedigung nur einseitig und ich werde weder mental noch physisch befriedigt.“

Nach diesem „Statement“ auf dem dicht beschriebenen Papier kommt die von der Lärmbelästigung betroffene Person zu der Entscheidung, die Sex-Hungrigen zu beschimpfen. Ob in der Aussage „Ihr seid fiese Egoisten!“ ein Fünkchen Neid mitschwingt?

Damit die Nachricht nicht ganz aus dem Ruder läuft, folgen ein paar besänftigende Worte – Harmonie ist in einer Hausgemeinschaft schließlich wichtig. Es bleibt trotzdem zu bezweifeln, ob der Tipp mit dem Kissen gänzlich ungefährlich ist. 

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