Nadine Breaty packt aus: Der Täter saß mit ihr am selben Tisch.
Schock-Geständnis der InfluencerinEx von Freundin sah meine Deepfake-Pornos

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Nadine Breaty an einem Pult.
In Deutschland wird die Auseinandersetzung um Deepfake-Pornos durch den Fall von Collien Fernandes immer präsenter. Für die Influencerin Nadine Breaty ist dieser Albtraum jedoch schon seit Jahren schreckliche Wirklichkeit. Ihre Reaktion auf die Causa Fernandes ist unmissverständlich: „Ich fand es krass ekelhaft“, sagt sie. Besonders der Missbrauch von Vertrauen mache die Situation für sie so dramatisch, erklärt sie im Gespräch mit FOCUS online. „Es ist krank.“
Nadine musste selbst die Erfahrung machen, dass Täter oft aus dem direkten Umfeld stammen – ein Detail, das Gänsehaut macht. „Ich habe […] von einer sehr guten Freundin erfahren, dass ihr Ex-Partner sich auch meine Deepfake-Pornos angeschaut hat“, berichtet sie. Der Gipfel der Dreistigkeit: „Und mit dem saß ich […] beim Dinner.“ Wenn sie heute daran zurückdenkt, sei das schlicht „echt eklig“. Das berichtet „FOCUS online“.
„Es ist seit zehn Jahren auch bei mir ein Problem“
Dass die Angelegenheit nun endlich mehr öffentliche Beachtung findet, ist ein wichtiger Fortschritt. „Ich finde es so wichtig. […] Es ist seit zehn Jahren auch bei mir ein Problem“, betont die TikTokerin. Sie macht klar: Während die Politik noch debattiert, leiden die Opfer schon lange unter den Konsequenzen.
Besonders von der Politik fühlt sich Nadine im Stich gelassen. Eine Debatte im Bundestag zu schärferen Gesetzen hinterließ bei ihr nur Ernüchterung. Sie hat den Eindruck, dass „viele […] nehmen einen da gar nicht so richtig ernst.“ Es mangele an Verständnis für die langfristige Belastung. „Ich hab leider das Gefühl, dass viele Männer einfach nicht verstehen, was da passiert.“
Täter fühlen sich viel zu sicher
Nadine warnt eindringlich vor den Konsequenzen der fehlenden Strafverfolgung. „Die Täter fühlen sich ja jetzt schon viel zu sicher“, sagt sie. Sie befürchtet, dass sich dadurch noch mehr Menschen ermutigt fühlen könnten, solche Taten zu begehen.
Anstelle einer Spaltung zwischen den Geschlechtern plädiert sie für einen stärkeren Dialog. Das Wort „Männerhass“ weist sie entschieden zurück. Es gehe darum, „dass man unter Geschlechtern sich einfach austauscht und sich gegenseitig ernst nimmt und Empathie zeigt.“
Für andere Betroffene hat sie einen wichtigen Ratschlag: Man müsse sich klarmachen, dass die Aufnahmen nicht echt sind, da rechtliche Schritte oft schwierig bleiben. „Es ist wichtig, dass man sich selbst bewusst macht, dass diese Sachen nicht echt sind.“ Viele Opfer stehen weiterhin allein da. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

