Nach dem Tod von drei aus Deutschland angereisten Urlaubern und der Erkrankung zweier weiterer Touristen, ist ein Hotel in Istanbul evakuiert worden.
Nach Tod von drei DeutschenTürkisches Hotel evakuiert, weitere festnahmen
Aktualisiert
Nach dem Tod von drei aus Deutschland angereisten Urlaubern in der Türkei ist das Hotel in Istanbul, in dem die Familie untergebracht war, evakuiert worden. Alle Gäste seien am Samstag (15. November) in andere Hotels gebracht worden, berichtete die Zeitung „Birgün“.
Wie viele Menschen betroffen waren, wurde zunächst nicht bekannt. Zuvor hätten zwei weitere Gäste des Hotels unter den gleichen Symptomen wie die erkrankte Familie gelitten; sie seien wegen Übelkeit und Erbrechen ins Krankenhaus gebracht worden.
Laut der „Hürriyet“-Website fanden Ermittler heraus, dass ein Raum in dem Hotel kürzlich mit Pestiziden behandelt worden war. Ein Hotelangestellter und zwei Schädlingsbekämpfer seien festgenommen worden, hieß es am Samstag.
Inzwischen wurde bekannt, dass ein Bäcker festgenommen worden ist. Er arbeite in einem Laden in der Nähe des Hotels im Stadtteil Fatih, berichteten die Tageszeitungen „Cumhuriyet“ und „Sabah“ übereinstimmend. Damit steigt die Zahl der Festgenommenen auf acht. Eine offizielle Bestätigung lag zunächst nicht vor.
Bei den Opfern handelt es sich laut Polizei um eine in Deutschland lebende türkische Familie. Sie war nach Istanbul gekommen, um in der Metropole Urlaub zu machen. Die Eltern und ihre Kinder im Alter von drei und sechs Jahren waren am Mittwoch erkrankt, zuvor sollen sie im Uferviertel Ortaköy am Fuße einer Brücke über den Bosporus mehrere beliebte Streetfood-Gerichte gegessen haben.
Die Familie wurde ins Krankenhaus gebracht, doch für die Kinder und später auch die Mutter konnten die Ärzte nichts mehr tun. Der Vater soll sich weiter im Krankenhaus befinden.(afp)


