Mikroplastik Schock-Fund im menschlichen Blut – Folgen womöglich gravierend

Mikroplastik wurde nun erstmals im menschlichen Blut (hier ein Symbolfoto) nachgewiesen.

Mikroplastik wurde nun erstmals im menschlichen Blut (hier ein Symbolfoto) nachgewiesen.

Eine Studie hat in menschlichem Blut erstmals Mikroplastik nachweisen können. Die Folgen könnten gravierend sein.

Mikroplastik wird zu einem immer größeren Problem. Die winzigen Kügelchen verschmutzen die Meere und gelangen etwa über Fische zurück auf unseren Teller. Doch es ist noch schlimmer. Denn jetzt haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die winzigen Plastikpartikel erstmals in menschlichem Blut nachweisen können.

Eine schockierende Entdeckung. Mikroplastik im menschlichen Blutkreislauf: Der niederländische Wissenschaftler Dick Vethaak und sein Team haben in einer Studie jetzt erstmals Belege dafür, dass die winzigen Teilchen Kunststoff auch ins menschliche Blut gelangen können. Die Folgen sind noch nicht absehbar.

Mikroplastik in 80 Prozent der Blutproben nachgewiesen

Die Zahlen sind unterdessen gravierend: In rund 80 Prozent der in der Studie ausgewerteten Blutproben wurden Kunststoffteilchen gefunden, berichtet unter anderem „The Guardian“. Am häufigsten sei der Kunststoff in Form von PET nachgewiesen. Aus dem Material werden etwa Trinkflaschen hergestellt. Doch auch Polystyrene, die in Styroporverpackungen vorkommen, und Polyethylen, der Grundstoff für Plastiktüten, wurde von Dick Vethaak nachgewiesen.

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„Unsere Studie ist der erste Hinweis darauf, dass wir Polymerpartikel in unserem Blut haben – es ist ein bahnbrechendes Ergebnis“, so Prof. Dick Vethaak gegenüber dem Guardian. Die Forschungen müssten allerdings noch ausgeweitet werden. In der Studie wurden 22 anonyme Blutproben ausgewertet.

Mikroplastik im Blut – die Folgen könnten gravierend sein

Die Folgen sind noch nicht erforscht, könnten aber gravierend sein. Die Plastikpartikel könnten demnach durch den gesamten Körper transportiert werden und auch in die verschiedenen Organe gelangen und dort abgelagert werden. Eine weitere Studie hatte im August 2021 herausgefunden, dass Mikroplastik Zellwände deformieren und dadurch ihre Funktion einschränken kann.

Die UN-Umweltversammlung hat das Problem der Plastikverschmutzung erkannt. Laut Schätzungen der UN werden mittlerweile jährlich 400 Millionen Tonnen Plastikmüll weltweit produziert. Nur 9 Prozent des Mülls werden laut UN wiederverwertet. Der Rest landet in Deponien, wird verbrannt, ins Ausland exportiert oder treibt über Flüsse in die Meere. Rund 11 Millionen Tonnen landen jedes Jahr in den Ozeanen, sagt die UN.

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