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Mann in den Wahnsinn getrieben Zwei Frauen wegen Hexerei angeklagt und verurteilt

In Mexiko wurden zwei Frauen der Hexerei angeklagt und müssen nun ein hohes Bußgeld zahlen. Sie sollen einen Mann in den Wahnsinn getrieben haben.

In Mexiko wurden zwei Frauen der Hexerei angeklagt und müssen nun ein hohes Bußgeld zahlen. Sie sollen einen Mann in den Wahnsinn getrieben haben. Das Symbolfoto (aufgenommen am 1. November 2013) zeigt einen Friedhof in Polen, jedes Grab wird von hellen Kerzen erleuchtet.

Was sich anhört wie ein Bericht aus alten Zeiten ist bittere Realität: In Mexiko wurde zwei Frauen der Hexerei schuldig gesprochen. Sie sollen einen Mann in den Wahnsinn getrieben haben.

Mexiko-Stadt. Sind wir noch im Mittelalter? In Mexiko sind zwei Frauen der Hexerei schuldig gesprochen worden. Die indigene Gemeinschaft Tsotsil de Cuchulumtic im Bundesstaat Chiapas verhängte am Mittwoch (20. Oktober,) ein Bußgeld von 200.000 Pesos (8500 Euro) gegen eine Mutter und ihre Tochter. Die beiden sollen ihren Sohn beziehungsweise Bruder in den Wahnsinn getrieben haben.

Der 35-Jährige hatte die beiden Frauen beschuldigt, ihn verhext zu haben. Die Mutter habe Tiere wie Würmer und Hühner sowie Kräuter zermahlen und in ihre Truthahnbrühe gemischt, berichtete ein Dorfbewohner. Der Mann habe die Brühe getrunken und sei verückt geworden.

Hohes Bußgeld wegen Hexerei

„Die Leute haben gesagt, dass sie das nicht machen durften“, sagte der Dorfbewohner weiter. Denn das sei ja Hexerei. „Alle waren sich einig, dass sie das Bußgeld spätestens am 2. November bezahlen sollten.“

Das Treffen zur Festlegung der Strafe sei friedlich verlaufen und habe etwa drei Stunden gedauert, fügte er hinzu. Die beiden Frauen seien weder eingesperrt und noch geschlagen worden.

Indigene Selbstverwaltung erlaubt

In vielen indigenen Gemeinschaften in Mexiko werden Entscheidungen von der indigenen Selbstverwaltung im Einklang mit Brauchtum und Traditionen getroffen.

Dafür gibt es eigene Ausschüsse und Schiedsgerichte. In der Regel respektieren die staatlichen Behörden die auf diese Weise getroffenen Entscheidungen. (afp)

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