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Illegaler Luxus-BauGeschäftsmann soll seine Protz-Villa wieder abreißen

Hand hält «Schwarzbau»-Stempel über Baustelle

Schwarzbau-Stempel markiert Baustelle, Abriss droht (Symbolbild).

Zoff im Vereinigten Königreich: Wegen eines Kellers zu viel könnte jetzt alles abgerissen werden!

Ein Riesen-Zoff um eine Immobilie erschüttert England! Eine Pracht-Villa in dem Küstenstädtchen Hove, die 1,2 Millionen Pfund wert ist, steht auf der Kippe. Die Ursache für die ganze Aufregung: ein ohne Genehmigung gebautes Untergeschoss. Das könnte jetzt den vollständigen Abriss des neuen Hauses bedeuten. Ein Bauträger ist deshalb heftig unter Beschuss geraten.

Michael Deller, 41, erstand im Juni 2021 das Areal für einen Preis von circa 746.755 Euro (648.000 Pfund). Die erste Bewilligung vom September 2020 erlaubte bloß ein Haus über der Erde mit drei Schlafräumen. Trotzdem zog Deller zusätzlich einen gigantischen Keller hoch, komplett mit Fitnessbereich, Heimkino sowie Gästezimmer – und das alles illegal. Er selbst erklärt, die Behörden hätten ihm eine nachträgliche Genehmigung zugesagt, damit er eine Gebühr von 46.096 Euro (40.000 Pfund) spart. Sein Antrag wurde vom Stadtrat aber später abgelehnt. Das berichtet „FOCUS online“.

Die Anwohner kochen vor Wut! Dem Bauunternehmer unterstellen sie blanke Habgier sowie eine unverschämte Ignoranz gegenüber sämtlichen Vorschriften. In Briefen an die Stadtverwaltung ließen sie ihrem Frust freien Lauf. Sie hoben hervor, dass das vollendete Gebäude so gut wie nichts mehr mit den ursprünglichen Bauplänen gemein habe. Das Grundstück sei extrem überbaut worden.

Und jetzt kommt der Knaller: Trotz der schon bestehenden Anordnung zum Abriss, steht die Villa gerade für circa 1,44 Millionen Euro (1,25 Millionen Pfund) zum Verkauf. In der Anzeige steht nur ein winziger Vermerk darüber, dass das Untergeschoss Teil eines aktuellen Rechtsstreits ist.

Die Verwaltung von Brighton & Hove zeigt sich unnachgiebig und unterstreicht, dass sie es niemandem empfiehlt, illegal zu bauen. Der Abrissbefehl wurde aufgrund des Bruchs von Bauvorschriften erteilt. Inzwischen hat Deller einen weiteren Antrag vorgelegt. Damit will er das Gebäude doch noch bewahren und es stärker an die anfänglichen Entwürfe angleichen. Eine finale Entscheidung hierzu ist aber noch nicht gefallen.

So ein Vorfall ist übrigens nicht nur ein Problem in Großbritannien. Nach deutschem Gesetz ist für jedes Bauprojekt und selbst für die kleinste Änderung eine rechtskräftige Erlaubnis nötig. Liegt diese nicht vor, drohen vom Bauamt saftige Strafen. Im Extremfall kann sogar der Abriss eines sogenannten „Schwarzbaus“ befohlen werden, auch wenn das Gebäude bereits seit Jahren existiert. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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