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Nerven liegen blank Massenschlägerei unter Soldaten in russischer Militärbasis

Auf unserem Symbolbild wehen russische Fahnen am 30. September 2022 bei einer Versammlung in Moskau.

Auf unserem Symbolbild wehen russische Fahnen am 30. September 2022 bei einer Versammlung in Moskau.

Erst die Polizei hat eine Massenschlägerei unter russischen Soldaten in Moskau beendet. Zuvor gingen die Männer aufeinander los, da die Neuen den vorher Anwesenden Kleidung und Handys geben sollten.

Der Krieg zehrt auch an den Nerven derer, die ihn für Russland bestreiten sollen. Vor dem Hintergrund der Teilmobilmachung ist es auf einer Militärbasis bei Moskau Medienberichten zufolge zu einer Massenschlägerei zwischen den neu Einberufenen und längerdienenden Zeitsoldaten gekommen.

„Die Neuen wurden dort nicht mit Brot und Salz empfangen – sondern im Gegenteil: Die dort dienenden Soldaten forderten von den Neuen deren Kleidung und Mobiltelefone“, berichtete das Internetportal Baza am Montag (3. Oktober 2022). Der Konflikt eskalierte in eine Massenschlägerei – bei der die frisch Rekrutierten die Oberhand behielten.

Russische Soldaten fliehen vor eigenen Kameraden

Sie sollen ihre Peiniger dermaßen verprügelt haben, dass sich schließlich rund 20 Zeitsoldaten in einem Gebäude einschlossen und die Polizei um Hilfe riefen. Erst nach deren Eintreffen wurde der Konflikt geregelt. Beide Seiten verzichteten auf eine Anzeige.

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Der Konflikt in der Hauptstadt Russlands fällt in eine ganze Reihe von Spannungen, die die von Kremlchef Wladimir Putin vor knapp zwei Wochen angeordnete Teilmobilmachung hervorgerufen hat. Vielerorts verläuft die Mobilmachung Medienberichten zufolge chaotisch.

So werden Männer etwa trotz Vorerkrankungen oder fehlender Qualifikation einberufen oder nach der Einberufung teilweise auf dem freien Feld ohne Ausbilder abgesetzt. Es soll vielerorts an Kleidung, Ausrüstung und Verpflegung fehlen.

Nach Angaben des Anwalts Pawel Tschikow sind inzwischen sechs mobilisierte Männer noch während der Ausbildungsphase gestorben – vor dem eigentlich geplanten Einsatz im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. (dpa)

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