Nicht nur Elon Musk hat den Traum, den Mars zu erobern.
Flug zum MarsDarum wäre für Astronauten eine Rückkehr zur Erde unmöglich

Copyright: IMAGO/CHROMORANGE
Die Menschheit träumt davon, auf dem Mars eine zweite Heimat zu errichten.
Aktualisiert
Seit jeher übt der Mars eine immense Faszination auf die Menschen aus. Der rote Planet steht für Abenteuerlust und die Erkundung des Weltalls. Eine bemannte Mission dorthin ist jedoch mit gewaltigen Herausforderungen verbunden, die weit über das Technische hinausgehen. Das ist auch Elon Musk bewusst.
Die Entfernung schwankt je nach Planetenstellung zwischen 55 und 400 Millionen Kilometern, was eine Reisedauer von sechs bis neun Monaten bedeutet. Diese lange Zeit stellt enorme Anforderungen an die Technik und die Besatzung. Der US-Astrophysiker Neil deGrasse Tyson nennt mehrere Gründe, warum sich Astronauten und Astronautinnen für immer von der Erde verabschieden müssten.
Eine Reise zum Mars ist ein One-Way-Ticket
Zu den technischen Hindernissen: Für den Start sind extrem leistungsfähige Raketen wie das SpaceX Starship notwendig, die gewaltige Mengen an Treibstoff benötigen. Im leeren Raum muss das Schiff exakt navigiert werden, um die Anziehungskräfte von Sonne und Planeten auszunutzen – ein kleiner Fehler könnte die gesamte Mission scheitern lassen.
Die Landung auf dem Mars ist besonders heikel: Seine dünne Atmosphäre, die nur ein Prozent der Dichte der Erdatmosphäre hat, bietet kaum Bremswirkung. Deshalb müssen Fallschirme und Bremsraketen kombiniert werden. Staubstürme und unebenes Gelände steigern das Absturzrisiko. Außerdem gibt es keine vorhandene Infrastruktur; alles, von Wohnmodulen bis zu Energiequellen, muss mitgebracht werden.
Flug zum Mars: Viele Herausforderungen für Elon Musk und Co.
Noch schwerwiegender sind die körperlichen Belastungen für die Crew. Die kosmische Strahlung macht eine Rückkehr so gut wie unmöglich. Im Weltraum ist die Strahlenbelastung 700-mal intensiver als auf der Erde. Sie verursacht Schäden an der DNA, erhöht das Krebsrisiko und kann zu kognitiven Störungen führen – die Belastung ist mit hunderten CT-Scans vergleichbar.
Durch die Schwerelosigkeit verliert der Körper jeden Monat drei Prozent an Knochenmasse. Nach zwei Jahren könnten bis zu 50 Prozent abgebaut sein, was zu extrem brüchigen Knochen wie bei schwerer Osteoporose führt. Auch die Muskeln bilden sich zurück und das Herz schrumpft um 20 Prozent, sodass es bei einer Rückkehr zur Erdschwerkraft versagen könnte. Da aktuelle Gegenmaßnahmen wie Medikamente oder künstliche Schwerkraft noch nicht ausgereift sind, wäre eine Mars-Mission praktisch eine Reise ohne Wiederkehr.
Die psychologischen Faktoren dürfen auf keinen Fall unterschätzt werden. Eine monatelange Isolation in einem engen Raumschiff kann zu Depressionen, Konflikten und Schlafproblemen führen. Die Kommunikation mit der Erde ist um bis zu 20 Minuten verzögert, was Entscheidungen erschwert. Hinzu kommen die überlebenswichtigen Systeme: Sauerstoff muss wiederaufbereitet, Wasser aus Urin gewonnen und Nahrung angebaut werden. Ein Versagen in diesen Bereichen würde den Tod bedeuten.
Trotz allem könnte eine bemannte Landung auf dem Mars bis 2030 Wirklichkeit werden. Die damit verbundenen Schwierigkeiten zeigen uns jedoch, dass der Weg dorthin nicht nur ein Flug ist, sondern eine Revolution für Wissenschaft und Menschheit darstellt. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.


