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„Es ist eine Katastrophe“Wut-Bauern auf Mallorca schlagen Alarm

Traktor in einem Weinberg mit Bergen

Traktor in einem Weinberg mit Bergen

Auf der Urlaubsinsel kocht die Wut hoch!

Riesen-Aufruhr auf Mallorca! Am Donnerstag (29. Januar) sind die Bauern und Tierhalter der Insel auf die Barrikaden gegangen. Mit Aktionen in Palma und im Herzen der Insel, der Region Es Pla, machten sie ihrem Zorn über den Mercosur-Handelspakt Luft. Der Vorwurf ist heftig: Einheimische Erzeugnisse würden durch den Vertrag massiv benachteiligt.

Die Bauern fühlen sich komplett alleingelassen. Während für sie die Auflagen, Ausgaben und der Papierkram ins Unermessliche wachsen, kommen Importprodukte mit laxeren Vorschriften und zu Spottpreisen auf den Markt. Ein Landwirt brachte die Verzweiflung auf den Punkt: „Wir spielen sauber, und andere sind gedopt“. Der Sektor malt sich eine düstere Zukunft aus, mit immer weniger Agrarwirtschaft und einer Landschaft, die am Ende „voller Villen“ sein könnte. Das berichtet „Mallorca Zeitung“.

Beim Protest in Ariany, wo 150 Traktoren am Restaurant Ses Torres zusammenkamen, wurden die Befürchtungen greifbar. Baltasar Rigo aus Campos beschreibt eine Veränderung, die ihn zutiefst beunruhigt. „Campos war eine Gemeinde mit vielen Kühen. Davon ist kaum noch was zu sehen“, klagt er. In nur zwei Jahren seien elf Ländereien veräußert worden, um Raum für private Anwesen zu schaffen. Sein Fazit zum Mercosur-Deal ist unmissverständlich: „Es ist eine Katastrophe.“

Auch Pedro Rosselló aus Lloret de Vistalegre sieht die Lage düster: „Die Zukunft der mallorquinischen Landwirtschaft hat sich sehr verkompliziert.“ Das Kernproblem sei die Ungleichheit bei den Regelungen. „Wir haben viele Chemikalien und Düngemittel, die wir nicht einsetzen dürfen“, verdeutlicht er und warnt vor Gefahren für die Gesundheit der Verbraucher. Denn während hierzulande schädliche Pflanzenschutzmittel untersagt sind, wären sie in anderen Ländern gestattet. Die Folge: „Die Produkte haben nicht dieselbe Qualität“. Jeroni Gomila aus Son Valls spürt ebenfalls den doppelten Druck: strenge Auflagen bei Düngern und die ständige Furcht vor hohen Sanktionen.

Besonders dramatisch ist die Lage laut Orangenbauer Pere Joan Oliver aus Sóller bei den Zitrusfrüchten. Die Situation sei „sogar noch düsterer als in anderen Bereichen“. Viele Betriebe seien zu klein, um überhaupt Förderungen zu beantragen. Zwar versuchen sie, mit Hochwertigkeit zu überzeugen, doch die Übermacht der Importe wird immer größer. „Unsere Produktionskosten sind viel höher: mehr Treibstoff, höhere Lohnkosten“, so Oliver. Er kritisiert auch die Supermarktketten scharf: „Die Supermärkte kaufen sehr billig ein und erhöhen ihre Margen.“ (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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