„Bereue es nicht“ Nachbarn brutal erstochen: Nun nennt Britin ihr wahres Motiv

Unser Symbolfoto zeigt das Londoner Gerichtsgebäude Old Bailey am 8. August 2019.

Der Fall wurde vor dem Londoner Gericht Old Bailey behandelt. Unser Symbolfoto zeigt das Gebäude am 8. August 2019.

Sie tötete ihren 77-jährigen Nachbarn mit acht Messerstichen. Jetzt hat eine fünffache Mutter aus London in einem Interview mit der „Sun” ihr Motiv genannt. Der Getötete hatte demnach ihren Sohn sexuell missbraucht.

London. Achtmal stach die Londonerin Sarah S. (38) auf ihren 77-jährigen Nachbarn ein. Jetzt, sechs Jahre nach der Tat, spricht die fünffache Mutter in einem spektakulären Interview erstmals über ihr wahres Motiv, das die Tat in ein ganz neues Licht rückt.

London: Fünffache Mutter tötet Pädophilen

Dreieinhalb Jahre Haft hatte S. für den Totschlag an Michael P. im Jahr 2015 erhalten. Während des Prozesses war damals an Licht gekommen, dass dieser ein vielfach vorbestrafter Pädophiler war. Nun erklärte Sarah S., dass auch ihr eigener Sohn (damals zwölf) unter dessen Opfern gewesen sein soll.

Der habe auf Vermittlung seiner Mutter sogar für P. gearbeitet, die Übergriffe seines Peinigers jedoch lange verschwiegen. Als er dann eines Tages gegenüber seiner Mutter in Tränen ausgebrochen sei, brannten der die Sicherungen durch. 

Racheakt: Londonerin erstach Pädophilen

„Er riss sich an den Haaren, zitterte und weinte”, berichtete S. in einem Interview, dass die britische Zeitung „Sun” am Samstag (24. Juli 2021) veröffentlichte. Offenbar packte die Mutter daraufhin ein Messer und ging rüber, um ihren Nachbarn zur Rede zu stellen. 

„Ich wollte, dass er gesteht, damit mein Sohn nicht selbst aussagen muss”, sagt S. heute. Doch der Rentner habe sie nur angefeixt und keinerlei Reue gezeigt, so die Engländerin weiter: „Ich hätte nie gedacht, dass ich dazu in der Lage bin. Ich bin nicht stolz darauf, aber wenigstens weiß ich, dass er niemandem mehr wehtun wird.”

„Bereue nicht”: Mutter rächte ihren Sohn

Der Richter hatte damals von einem „wirklich außerordentlichen Fall“ gesprochen, wie die „Sun“ zu Protokoll gibt. Zunächst verurteilte er die geständige Täterin zu siebeneinhalb Jahren. Die Strafe wurde später reduziert. 

Die hat S. mittlerweile abgesessen. „Ich bin kein schlechter Mensch. Aber ich habe eine schlechte Sache getan. Das habe ich nie geleugnet und ich wurde bestraft”, sagt sie im aktuellen Interview. „Aber ich bereue nicht, was ich getan habe. Ich war eine Mutter die verzweifelt ihre Kinder beschützen wollte.”

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