„Würden Geschäfte nicht überstehen” Händler schreiben dramatischen Brief an Regierung

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Menschen mit Masken gehen am 10. Dezember über die weihnachtlich geschmückte Einkaufsstraße Schildergasse in Köln. In einem offenen Brief an die Bundesregierung haben 28 deutsche Einzelhändler gewarnt, dass ein Großteil der Geschäfte in Innenstädten einen frühen harten Lockdown nicht überstehen würde.

Berlin – Von Mittwoch an könnte das öffentliche Leben in Deutschland radikal heruntergefahren werden. Um die außer Kontrolle geratene Corona-Krise einzudämmen, liegen viele Lockdown-Vorschläge auf dem Tisch.

In einem offenen Brief an die Bundesregierung haben 28 deutsche Einzelhändler nun gewarnt, dass ein Großteil der Geschäfte in Innenstädten einen frühen harten Lockdown nicht überstehen würde.

Ein harter Lockdown schon diese Woche „wäre das Ende der Innenstädte wie wir sie heute kennen”, heißt es in dem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. „Man darf jetzt keinesfalls das gesamte Weihnachtsgeschäft ausschließlich den Online-Giganten überlassen”, schreiben die Unterzeichner, zu denen zahlreiche aus Fußgängerzonen bekannte Unternehmen wie die Modehändler New Yorker, Jeans Fritz und NKD sowie Woolworth, Depot oder Tedi gehören.

Einzelhändler: „Früher Lockdown zieht irreparable wirtschaftliche Auswirkungen nach sich”

„Bei einem erneuten Lockdown droht dem Handel eine Erosion, die menschlich, kulturell und auch wirtschaftlich nicht nur desaströse Folgen, sondern irreparable wirtschaftliche Auswirkungen nach sich zieht”, warnen die Händler.

Der von den Unterzeichnern befürchtete frühe Lockdown schon diese Woche wird immer wahrscheinlicher. In einem am Sonntagmorgen vom Bundeskanzleramt an die Länder geschickten Beschlussentwurf zur Bund-Länder-Runde mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wird vorgeschlagen, den Einzelhandel mit Ausnahme der Geschäfte für den täglichen Bedarf vom 16. Dezember bis zum 10. Januar zu schließen. (dpa/mg)

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