Markus Gleichmann aus Thüringen steht unter massivem Verdacht.
Kinderporno-AbgrundLinken-Politiker mit fast 4000 Dateien erwischt

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Markus Gleichmann spricht am Rednerpult.
Ein wahrer Abgrund tut sich auf! Ein früherer Parlamentarier der Linkspartei in Thüringen ist offenbar in kriminelle Aktivitäten mit Kinderpornografie verwickelt. Fahnder machten bei dem 39-jährigen Politiker Markus Gleichmann einen erschütternden Fund: über 3900 Dateien mit kinder- und jugendpornografischem Inhalt.
Deswegen hat die Anklagebehörde in Gera die Verhängung eines Strafbefehls für Gleichmann beantragt. Die Strafe soll sich auf neun Monate auf Bewährung belaufen. Der genaue Tatvorwurf lautet: „Besitz kinderpornographischer und jugendpornographischer Inhalte“. Eingereicht wurde der Antrag schon Anfang Januar 2026 beim Amtsgericht Stadtroda. Solange kein rechtskräftiges Urteil vorliegt, wird von der Unschuld des Politikers ausgegangen. Das berichtet „FOCUS online“.
Die Ermittlungen nahmen Fahrt auf, nachdem Fahnder zu Beginn des Augusts 2024 Gleichmanns Büro im Parlament in Erfurt, seine Büros im Wahlkreis sowie sein privates Zuhause im Saale-Holzland-Kreis durchkämmten. Seine parlamentarische Immunität war davor vom Justizausschuss des Landtags in Thüringen aufgehoben worden. Zu diesem Zeitpunkt war der Ehemann und zweifache Vater noch als Abgeordneter und Sprecher seiner Fraktion für die Themen Umwelt, Klima und Energie tätig.
Trotz der massiven Anschuldigungen kandidierte Gleichmann bei der Wahl zum Landtag im September 2024 einfach wieder. Zwar verpasste er den Sprung zurück ins Parlament, konnte aber beachtliche 12,9 Prozent der Stimmen für sich verbuchen. Sein Mandat im Kreistag des Saale-Holzland-Kreises für die Fraktion „DIE LINKE – Bündnis 90/Die Grünen“ behält er bis jetzt. Eine Sprecherin der Kreisverwaltung teilte mit, dass er sein Mandat „noch nicht zurückgegeben“ habe, es aktuell lediglich pausiere.
Zuständig für den Strafbefehl ist das Amtsgericht in Stadtroda. Dessen Leiter, Roland Jacob, teilte mit, dass die Überprüfung des Sachverhalts bereits laufe, aber dauern werde. Das Beweismaterial sei „sehr umfangreich“. Von der Anklagebehörde seien „mehrere Postkisten“ mit Unterlagen und Speichermedien eingegangen. Jacob bekräftigte die beantragte Strafe von neun Monaten auf Bewährung. Falls der Strafbefehl ergeht und Gleichmann widerspricht, folgt eine öffentliche Gerichtsverhandlung.
Bei dem ausgebildeten IT-Spezialisten fanden die Fahnder eine riesige Menge an Daten. Gerichtsdirektor Jacob zufolge geht es um „insgesamt 3192 kinderpornographische Bild- und Videodateien sowie 725 jugendpornographische Bild- und Videodateien“. Als Kinderpornografie gelten Inhalte mit Personen, die unter 14 Jahre alt sind. Der Politiker soll sich das illegale Material im Darknet besorgt haben, anscheinend über codierte Tauschplattformen. Laut Staatsanwalt Thomas Riebel hat er dafür nicht seinen Rechner im Landtag verwendet.
Seit die Anschuldigungen im August 2024 öffentlich wurden, hüllt sich Gleichmann in eisernes Schweigen. Auf der Webseite „abgeordnetenwatch.de“ gestellte Fragen zum Kinderschutz vor Ausbeutung ignorierte er. Seine Homepage und seine Profile in den sozialen Medien sind nicht mehr aktiv. Bei einem Anruf behauptete er, den Inhalt des Antrags auf Strafbefehl nicht zu kennen und wolle sich deswegen „nicht äußern“. (red)
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