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Zuletzt sahen ihn die Neandertaler Dieser Komet nähert sich der Erde

Symbolfoto. Das Foto zeigt den Komet „C/2021 A1 Leonard“ im Jahr 2021.

Das Foto zeigt den Komet „C/2021 A1 Leonard“ im Jahr 2021 (Symbolfoto).

Besonderes Spektakel zum Jahresbeginn: Anfang 2023 kommt der Komet C/2022 E3 (ZTF) der Erde so nahe, sodass er womöglich mit dem bloßen Auge oder einem Fernglas zu sehen sein wird.

Sichtbare Kometen sind ein besonders spannendes Himmelsschauspiel, welches bereits unsere Vorfahren in den Bann zog. Das Jahr 2023 beschert uns bereits zu Beginn eines dieser atemberaubenden Natur-Spektakel.

Aktuell ist einer dieser eisigen Boten zu uns unterwegs. Am 12. Januar 2023 erreichte der Komet C/2022 E3 (ZTF) den sonnennächsten Punkt und am Mittwoch, 1. Februar 2023, den erdnächsten Punkt seiner Bahn. Wer diese Termine verpasst hat, bekommt am 10./11. Februar 2023 – dann verläuft seine Umlaufbahn dicht am Mars vorbei – und am 15./16. Februar 2023 noch einmal die Gelegenheit.

Himmelsschauspiel: Komet nähert sich der Erde 

Der Komet wurde bereits am 2. März 2022 von der „Zwicky Transient Fascility“ in Kalifornien entdeckt und trägt daher das Kürzel ZTF. Zu diesem Zeitpunkt hatte ZTF die Laufbahn des Jupiters passiert und befand sich noch rund 640 Millionen Kilometer von uns entfernt. Zunächst hielten die Astronomen und Astronominnen ihn daher für einen Asteroiden, bis das Objekt später seinen typischen Schweif entwickelte.

Es handelt sich um einen langperiodischen Kometen, der für einen Umlauf um die Sonne rund 50.000 Jahre benötigt. Somit sind die letzten Menschen, die ihn zu sehen bekamen, frühe Homo Sapiens während der Kaltzeit. Zu diesem Zeitpunkt lebten noch die Neandertaler, die vor rund 40.000 Jahren ausstarben.

Inzwischen hat sich ZTF so weit an die Erde angenähert, dass er selbst mit einem kleinen Teleskop zu beobachten ist. Er hat bereits einen gelblichen Schweif und einen grünlich leuchtenden Kopf ausgeprägt.

Komet ZTF: Bald hell genug fürs bloße Auge oder Fernglas

Der eisige Brocken hat am 1. Februar 2023 den erdnächsten Punkt seiner Flugbahn passiert. Der optimale Beobachtungszeitpunkt des Kometen war aber bereits ab Ende Januar, als er seine maximale Helligkeit erreicht hat und die gesamte Nacht in der Nähe des Polarsterns leuchtete.

Zu diesem Zeitpunkt flog er nur noch 42 Millionen Kilometer von uns entfernt und erreicht dabei eine Helligkeit von Magnitude 5,5. Das bedeutet, dass er sogar von dunklen Standorten mit bloßem Auge sichtbar sein könnte. Diese maximale Helligkeit ist für einen Kometen durchaus bemerkenswert, doch Interessierte müssen schon ganz genau wissen, wo er zu finden ist.

Um seine Position zu bestimmen, können die „Aufsuchkarten der Vereinigung der Sternfreunde“ genutzt werden. Wer seinen eigenen Sternatlas verwendet, findet die Positionsangaben des Kometen in einer Ephemeridentabelle.

Ab Mitte Februar wird Komet ZTF dann nur noch mit einem kleinen Teleskop zu sehen sein. Es lassen sich dann aber zwei nahe Begegnungen bestaunen: Am 10./11. Februar 2023 verläuft seine Umlaufbahn dicht am Mars vorbei und am 15./16. Februar 2023 steht er direkt neben dem Stern Aldebaran, dem rötlich leuchtenden Auge des Sternbilds Stier.

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