Ärzte hielten es für Angst, ChatGPT für ein Gen-Defekt. Phoebe (23) war verzweifelt – bis die KI die rettende Diagnose lieferte.
KI sorgt für medizinisches WunderChatGPT rettet gelähmte Frau (23)

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Phoebe Tesoriere aus Cardiff, Wales, litt jahrelang unter schweren gesundheitlichen Einschränkungen, die von Medizinern immer wieder falsch gedeutet wurden. (Symbolbild)
Das „People Magazin“ berichtet über den außergewöhnlichen Fall der 23-jährigen Phoebe Tesoriere aus Cardiff, Wales. Die junge Frau litt jahrelang unter schweren gesundheitlichen Einschränkungen, die von Medizinern immer wieder falsch gedeutet wurden. Am Ende brachte nicht eine herkömmliche Untersuchung, sondern die Künstliche Intelligenz ChatGPT die entscheidende Wende.
Ein jahrelanger Kampf um Gehör
Bereits in ihrer Kindheit traten Gleichgewichtsprobleme auf, doch eine klare Diagnose blieb aus. Mit 19 Jahren erlitt Tesoriere einen schweren Krampfanfall am Arbeitsplatz. Anstatt der Ursache auf den Grund zu gehen, schrieben Mediziner den Vorfall ihrer psychischen Verfassung zu und diagnostizierten Angststörungen – ein Stigma, das fortan in ihrer Krankenakte stand.
Obwohl sie später wegen Epilepsie behandelt wurde, verschlechterte sich ihr Zustand massiv. Im Jahr 2024 kamen Lähmungserscheinungen hinzu, die fälschlicherweise als Begleiterscheinung der Epilepsie abgetan wurden. Ein schwerer Sturz im Jahr 2025 und ein dreitägiges Koma nach einem weiteren Anfall markierten den Tiefpunkt ihrer Leidensgeschichte.
Die KI liefert den entscheidenden Hinweis
Da die Ärzte ihre Symptome weiterhin auf psychische Ursachen zurückführten, fütterte Tesoriere ChatGPT mit ihren Symptomen. Der Chatbot schlug eine Hereditäre Spastische Paraplegie (HSP) vor – eine seltene genetische Erkrankung, die durch fortschreitende Steifheit und Schwäche in den Beinen gekennzeichnet ist.
Nach anfänglichem Zögern konfrontierte sie ihre Ärzte mit dem Ergebnis. Ein Gentest bestätigte schließlich: Tesoriere leidet tatsächlich an dieser seltenen Krankheit.
Konsequenzen und Neuanfang
Gegenüber dem „People Magazin“ beschrieb Tesoriere ihren Weg als einsam: „Ich musste darum kämpfen, dass man mir zuhört.“ Die regionale Gesundheitsbehörde in Wales bedauerte den Vorfall in einer Stellungnahme gegenüber der „BBC“, verwies aber auf den Patientenschutz.
Aufgrund ihrer Erkrankung ist die ehemalige Lehrerin heute auf einen Rollstuhl angewiesen. Ihren Mut hat sie jedoch nicht verloren: Sie studiert nun Psychologie, um in Zukunft anderen Menschen in schwierigen Lebenslagen helfen zu können. (jag)
