Schrecklicher Brand in Kairo Mindestens 41 Menschen sterben in Kirche

Blick beim Sonnenuntergang auf die Stadt. +++ dpa-Bildfunk +++

Blick auf Kairo (2021): Bei einem Brand in einer Kirche in der Nähe der Stadt sind mindestens 41 Menschen getötet worden.

Dutzende Menschen sterben bei einem schrecklichen Brand bei Kairo (Ägypten), viele weitere wurden verletzt. Die Ursache ist noch unklar.

Bei einem Brand in einer koptischen Kirche in Gizeh (rund 20 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Kairo) sind am Sonntag (14. August) 41 Menschen getötet worden, viele weitere wurden verletzt.

Lokale Medien veröffentlichten Bilder eines ausgebrannten Raumes voller Kirchenbänke und mit Heiligenbildern an der Wand.

Das Feuer sei aus noch unbekannter Ursache in der Kirche im Stadtteil Imbaba ausgebrochen, teilten Kirchenvertreter in der ägyptischen Hauptstadt mit. Das Gesundheitsministerium hatte zuvor von 55 Verletzten gesprochen. 

Ägypten: Brand bei Kairo – war eine defekte Klimaanlage schuld?

Das Innenministerium erklärte, eine defekte Klimaanlage in einem oberen Stockwerk der Kirche habe den Brand ausgelöst. Augenzeugen sagten der privaten Zeitung „Al-Masry Al-Youm“ zufolge, nach einem Stromausfall sei es dort zu einem Kurzschluss gekommen. In Kairo herrschten am Sonntag die für August üblichen Temperaturen um 35 Grad Celsius.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, habe das Feuer den Eingang zur Kirche blockiert, eine Massenpanik sei ausgebrochen. Unter den Getöteten seien demnach viele Kinder.

Rund 5.000 Gläubige versammelten sich am Sonntag zur Messe in der koptischen Abu-Sifin-Kirche in Gizeh. Die zweitgrößte Stadt Ägyptens liegt auf der anderen Seite des Nils von Kairo.

Ägypten: 30 Krankenwagen im Einsatz

Präsident Abdel Fattah al-Sisi rief Kopten-Papst Tawadros II. an, um sein Beileid auszudrücken. Die Behörden des Landes würden nach dem tragischen Vorfall sämtliche Unterstützung zur Verfügung stellen. 

30 Krankenwagen waren nach Angaben des Gesundheitsministeriums im Einsatz, um die Opfer zu versorgen und in Krankenhäuser in der Nähe zu bringen. Die Krankenwagen seien schon Minuten nach dem Notruf am Brandort eingetroffen und hätten 55 Menschen in Krankenhäuser gefahren.

Nach etwa zwei Stunden brachten Zivilschützer den Brand unter Kontrolle. Auch ein Team der Staatsanwaltschaft machte sich auf den Weg, um den Brandort zu untersuchen und die genaue Ursache weiter zu klären.  (afp/dpa/mg)

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